Sprockhövel/Ennepe-Ruhr: Weniger Arbeitslose, keine Entwarnung

Sprockhövel/Ennepe-Ruhr: Weniger Arbeitslose, keine Entwarnung

Kurzarbeit in 1000 Betrieben.

Sprockhövel/Ennepe-Ruhr. Erstmals seit einem halben Jahr sinken die Erwerbslosenzahlen - doch auch auf dem Arbeitsmarkt im Ennepe-Ruhr-Kreis gab es im Mai kein Zeichen für Entspannung. Die Frühjahrsbelebung fiel schwach aus, und nur die Instrumentarien der Kurzarbeit und von Qualifizierung verhinderten, dass die Wirtschaftskrise auch ein Loch in den Arbeitsmarkt gerissen hat.

Im Ennepe-Ruhr-Kreis und in Hagen waren mit 25342Personen Ende Mai 135 Menschen weniger erwerbslos gemeldet als einen Monat zuvor. Die Erwerbslosenquote sank um 0,1 auf 9,5 Prozentpunkte, im Ennepe-Ruhr-Kreis liegt sie bei 13884 Menschen ohne Arbeit aktuell bei 8,2Prozentpunkten, im Bezirk Gevelsberg/Sprockhövel bei 6,9.

Die Zahl der Kurzzeitarbeitslosen (Sozialgesetzbuch III) hat binnen der Jahresfrist deutlich zugenommen, allein im Ennepe-Kreis um ein Drittel auf 4631. Langzeitarbeitslose (SGB II) gab es mit 9253 sogar 74 weniger. Die JobAgentur hat die Zahl der Beschäftigungen mit Mehraufwand deutlich erhöhen können.

Auf dem ersten Arbeitmarkt blieb die Kräftenachfrage dagegen mit 836 neu gemeldeten Stellen für den Monat Mai viel zu schwach und lag um fast 20 Prozent unter Vorjahresniveau.

Seit Beginn der Krise haben inzwischen 1000 Betriebe für rund 33800 Beschäftigte Kurzarbeit angemeldet. Wegen des hohen Niveaus kamen im Mai nicht mehr so viele hinzu wie zuletzt (bis April 940 Betriebe mit 28700Beschäftigten). "In den betroffenen Branchen sind inzwischen fast alle im Boot", heißt es im Agenturbericht. Red

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