Der „Nachtexpress“ startet am Samstag

Der „Nachtexpress“ startet am Samstag

Nach dem die letzte Fete im Kaldenkirchener „BaCa“ gefeiert wurde, geht es mit neuem Pächter weiter.

Kaldenkirchen. Ein „Nachtexpress“ hält demnächst am Kaldenkirchener Bahnhof. Am Samstag geht der Nachfolger des „BaCa“ an den Start. Das Bahnhofscafé hatte am 21. September nach 30 Jahren seine letzte Party. Jetzt hat die Disko mit dem Kölner Frank Lex einen neuen Pächter. Eine Neuauflage des „BaCa“ solle der „Nachtexpress“ nicht sein.

Zur Geschichte: 1982 gab es die erste Feier im „BaCa“. Gegründet wurde die Disko von Axel Langner. Er wollte alternative Veranstaltungen anbieten. Unter anderem machte Ingolf Lück dort mit seiner Comedy-Gruppe erste Gehversuche. Außerdem war alles noch etwas lockerer. „Früher konnte noch jeder durch die Fenster rein und raus klettern“, erinnert sich Mark Doors, ein ehemaliger Kellner. Zu dem Alternativ-Club kamen Gäste vom gesamten Niederrhein, aus dem Ruhrgebiet und den Niederlanden.

Als Axel Langner starb, stand das „BaCa“ vor seiner ersten Krise. Schließlich machte seine Frau Silke weiter. Doch schon bald gab es neue Schwierigkeiten. 2000 wollte die Bahn die Pachtverträge nicht verlängern. Es gab Protest-Aktionen und schließlich ging die Party im „BaCa“ weiter. 2004 kaufte Silke Langner schließlich das Bahnhofsgebäude und bot weiter Feiern für Jung und Alt an.

„Ich bleibe auch weiterhin die Eigentümerin. Es gibt nur einen neuen Pächter“, sagt Silke Langner. „Trotzdem wollen wir was Eigenständiges aufbauen. Es soll neu, richtig und gut werden“, kündigt Thomas Warobiow, ehemalige „BaCa“-DJ an. „Die Ideen sprudeln, es geht wohl eher in Richtung Motto-Partys.“ Das Programm für Oktober und November ist bereits ausgearbeitet. Partys tragen die Titel „Börsencrash“, „Casino Night“, „Take Five“ oder „Geldregen“.

Mehr von Westdeutsche Zeitung