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Velberter und Wülfrather Schüler besuchen Be’er Tuvia in Israel

Velberter und Wülfrather Schüler besuchen Be’er Tuvia in Israel

Auf dem Programm standen Besuche in Jerusalem und Galiläa, aber auch Schwimmen im Toten Meer und Schlauchbootfahren auf dem Senir.

Wülfrath/Velbert. Für jeweils 15 Schülerinnen und Schüler vom Städtischen Gymnasium Wülfrath und des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Velbert ging es jetzt für 14 Tage zu einem Gegenbesuch nach Be’er Tuvia in Israel.

Der Aufenthalt gestaltete sich diesmal etwas anders als gewohnt, weil in Be’er Tuvia der Schuldirektor schon wieder gewechselt hat und der Lehrer von dort, der langjährig den deutsch-israelischen Austausch begleitet, gerade nicht anwesend war. Unter anderem hatten die israelischen Vertretungslehrer einen Besuch in Mini-Israel und im Militärmuseum organisiert. Beides kam bei den deutschen Gästen nicht so gut an. „Und warum wir eine Gärtnerei mit 6500 verschiedenen Kakteen besuchten, erschloss sich uns auch nicht“, berichtet Klaus-Peter Rex von der Interessengemeinschaft Städtefreundschaft Wülfrath — Be’er Tuvia.

In der Ausgrabung Cäsarea setzten sich einige aus der Reisegruppe als „Säulenheilige“ in Szene, andere versuchten an der Promenade, dem Wellenschlag zu entgehen und nicht nass zu werden, allerdings meist vergeblich. Aber das war bei den hochsommerlichen Temperaturen nicht schlimm.

Kopfschütteln erzeugten Regeln des israelischen Erziehungsministeriums, zum Beispiel die, die vorschreibt, dass bei mehr als 33 Grad israelische Schüler maximal 150 Meter im Freien laufen dürfen. „Da wir bis zu 40 Grad hatten, mussten die Schüler aus Deutschland einige Punkte des Programms alleine absolvieren, aber Jerusalem und das Schwimmen im Toten Meer kann man schlecht auslassen. Und einmal mitten in der Altstadt im österreichischen Hospiz Wiener Apfelstrudel essen, das konnte sich einige nicht entgehen lassen“, erklärt Klaus-Peter Rex.

Innerhalb des „Arbeitsprogramms“ war ein Vortrag über Menschenrechte zu hören und es wurden vorbereitete Filme über Flüchtlinge in Israel und in Deutschland gezeigt.

„Höhepunkt für die deutschen Schüler waren sicher die Tage in Galiläa. Insbesondere der Abstieg an der Steilwand des Mount Arbel, Versteck der Zeloten gegen Herodes, und das Schlauchbootfahren auf dem Jordanquellfluss Senir erfreuten sich grosser Beliebtheit“, so Rex.

Die heiligen Stätten, an denen man „heilige“ Kleidung tragen musste, seien dagegen angesichts der Temperaturen weniger beliebt gewesen. Dafür hatte das Hotel in Tiberias einen Pool, der bis Sonnenuntergang zu nutzen war.

Den Abschluss bildeten knapp zwei Stunden am Mittelmeer, am wohl schönsten Strand Israels Nahsholim, bevor das Flugzeug die Schüler und ihre Begleiter mit 40 Minuten Verspätung um Punkt 23 Uhr wieder nach Düsseldorf brachte. HBA