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Bürgerverein Wülfrath-Düssel sucht händeringend jüngere Beisitzer

Wülfrath : Der Bürgerverein Düssel sucht händeringend jüngere Beisitzer

Neuer Termin für das traditionelle Tannenbaum-Fest auf dem Dorfplatz.

Knapp 20 der rund 230 Mitglieder fanden sich am Donnerstagabend zum Corona-bedingt erst zweiten Stammtisch im Jahr 2021 des Bürgervereins Wülfrath-Düssel im Café Pützer an der Dorfstraße ein. „Ich hoffe, dass wir uns auch künftig alle vier Wochen zum Austausch treffen können“, sagte Vorsitzender Thomas Kaulfuß mit Blick auf die zum Monatsende auslaufende Virus-Schutzverordnung im Gespräch mit der WZ. Sein mit der Einladung geäußerter Wunsch, dass nicht nur alteingesessene Düsseler teilnehmen, sondern auch relativ neu Zugezogene, die sich in ungezwungener Atmosphäre über die Dorfgemeinschaft informieren wollen, blieb diesmal unerfüllt. „Wir brauchen dringend jüngere Leute“, brachte es Tischnachbarin Margit Hassel-Bähr auf den Punkt.

Wofür? Das erklärte Thomas Kaulfuß, als er sich in der Gaststube stehend an die Anwesenden wandte: „Leider konnte unsere Fahrradtour in diesem Jahr nicht stattfinden. Wir brauchen für den Vorstand neue Beisitzer, die solche Veranstaltungen planen, tragt es rum, damit wir genug Beisitzer bis zu unserer Jahreshauptversammlung finden. Junge Leute unter 40 Jahren wären gut, damit wir in Zukunft mehr für Kinder organisieren können“, so der Vorsitzende. Während Thomas Kaulfuß erneut kandidiert, stehen alle bisherigen Beisitzer nicht mehr zur Verfügung.

„Es wäre schon schön, wenn ich die versprochene Hilfe bekommen könnte“, meldete sich Monika Schnitzler, die Kassenwartin, zu Wort. Aus gesundheitlichen Gründen hatte sie sich 2018 unter der Maßgabe wählen lassen, dass sie Unterstützung bekommt. „Dieser Plan ist vom ersten Tag an nicht aufgegangen“, versicherte Schnitzler.

„Man muss selber handeln, um etwas zu bewegen. Wir können nur den Rahmen und unsere Hilfe bieten“, sagte Thomas Kaulfuß an die Adresse potenzieller Bewerber für die Mitarbeit beim BV Düssel an. Die Bewerbungsfrist endet am Donnerstag, 4. November. Dann beginnt um 19.30 Uhr im Restaurant Hevra an der Dornaper Straße 18 die Jahreshauptversammlung.

Im Internet-Vereinskalender ist aktuell noch das traditionelle Fest zum Aufstellen und Schmücken eines großen Weihnachtsbaumes auf dem Dorfplatz für den 26. November terminiert. Doch das Tannenbaumfest, zu dem auch wieder Mädchen und Jungen aus der katholischen Kita von St. Maximin erwartet werden, findet wahrscheinlich erst eine Woche später, am Freitag, 3. Dezember, statt. „Ich habe dafür vor vier Tagen einen Antrag auf Mittel aus dem Förderprogramm ,2000 mal 1000 Euro für das Engagement’ der Landesregierung gestellt. Und weil die Förderung nach dem Windhund-Prinzip – wer zuerst kommt, mahlt auch zuerst – vergeben werden, rechne ich fest mit einem Zuschuss.

Der ist gerade deshalb willkommen, weil Corona bei der Planung zu erhöhten Anforderungen führt. „Wir können nicht wie bisher für unsere Gäste ein Baustellen-WC-Häuschen aufstellen. Damit wir Corona-gerecht handeln, muss es schon ein Toilettenwagen sein, der regelmäßig desinfiziert und gereinigt wird. Mir liegt ein günstiges Angebot vor. Demnach ist mit Kosten von 450 bis 500 Euro plus circa 30 Euro pro Stunde für das Personal zu rechnen“, verdeutlichte Thomas Kaulfuß. Auch die Suche nach einem schönen, mindestens sechs Meter hohen Nadelbaum gestalte sich derzeit noch schwierig. „Ob wir wieder auf ein geschlossenes Zelt zurückgreifen können, oder nur ein Zeltdach bieten, muss ebenfalls noch geklärt werden“, zeigte Kaulfuß weiteren Abstimmungsbedarf mit dem Ordnungsamt auf.

bv-duessel.de