Stadt Krefeld sucht einen Generalplaner für en Theaterplatz

Theaterplatz : Stadt sucht einen Generalplaner für den Theaterplatz

Im Rat am 21. Mai soll das Vergabeverfahren beschlossen werden. Fürs Seidenweberhaus ist Ende 2022 Schluss.

Die Verwaltung gibt nun erkennbar Gas bei der Errichtung eines neuen Verwaltungsgebäudes auf dem Theaterplatz und seiner Umgestaltung. Dazu hat sie eine Vorlage für den nicht-öffentlichen Teil der Ratssitzung am 21. Mai erarbeitet, über die der Rat beschließen wird. Danach soll im ersten Schritt mit externer fachlicher Unterstützung über ein Vergabeverfahren ein einzelner Generalplaner gesucht werden. Der dann die planerische Konzeption für den Abbruch des Seidenweberhauses, den Teilrückbau der Tiefgarage, die nachfolgende Errichtung einer neuen Tiefgarage, des Verwaltungsgebäudes, der Gestaltung des Theaterplatzes sowie der St.-Anton-Straße zwischen Westwall und Ostwall übernimmt.

Aus den Voruntersuchungen habe sich – im Hinblick auf die Gründung des neuen Verwaltungsgebäudes sowie der gewünschten Anbindung der Tiefgabe an den Ostwall – ergeben, eine weitere Ausfahrt in der Färberstraße zu realisieren und die Anbindung an die Tiefgarage der Mediothek zu prüfen. Somit könnte die Ein- und Ausfahrt an der Königstraße entfallen und die Tiefgarage mit breiteren und im 45 Grad Winkel angeordneten Stellplätzen neu aufgebaut werden.

Mit Projektgesellschaft oder privatem Partner neu bauen

Wegen der sehr komplexen baulichen Umsetzung der verschiedenen Vorhaben wird angestrebt, eine öffentlich-private Partnerschaft (ÖPP wie bei der neuen Feuerwache) mit einem zentralen Generalunternehmer für Abbruch und Neubau einzugehen. Ein zweiter Generalunternehmer soll die Neugestaltung der St.-Anton-Straße übernehmen. Wie schon bei der Hauptfeuerwache soll die Realisierung im Rahmen einer 30-jährigen Besitzüberlassung mit einer Vollfinanzierung über diese Laufzeit erfolgen. Nach Ablauf der 30 Jahre wäre die Stadt dann wieder uneingeschränkt Eigentümer und Besitzer der neuen Immobilie.

Alternativ könnte die Realisierung auch durch eine kommunale Tochtergesellschaft erfolgen, dazu würden die Stadt Krefeld und die Krefelder Bau GmbH paritätisch eine Projektgesellschaft „Verwaltungsgebäude Theaterplatz mbH“ gründen. Die Verwaltung soll den Auftrag erhalten, diese beiden Möglichkeiten zu prüfen und in einer weiteren Sitzung dem Rat zur Entscheidung vorlegen.

Um Zeitverluste bis zu dieser Entscheidung zu vermeiden, soll das Zentrale Gebäudemanagement den planerischen Vorlauf zunächst übernehmen und später dann an den ÖPP-Partner oder die Projektgesellschaft übergeben.

Zeitlich ausgerichtet werden soll die gesamte Bauplanung an dem neuen Verwaltungsgebäude. Das bedeutet im Umkehrschluss für das Seidenweberhaus, dass es voraussichtlich spätestens zum Ende des Jahres 2022 geschlossen wird. Der Bauausschuss hat mehrheitlich in seiner jüngsten Sitzung die finanziellen Mittel beschlossen, um das Haus bis dahin baulich betreiben zu können. Da bis dahin vermutlich die Ersatzspielstätte noch nicht fertiggestellt ist, sollen die Veranstaltungen für eine Übergangszeit auf die Yayla-Arena, das Theater, die Kulturfabrik, die Glockenspitzhalle und ähnliche Orte aufgeteilt werden. Die notwendigen Planungsmittel werden in 2019 unter Verwendung der für das Stadthaus eingestellten Mittel bereitgestellt und für 2020 in den Haushalt eingearbeitet.

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