KFC Uerdingen auf dem Weg an die Tabellenspitze

Fußball : „Wir wollen die Tabellenführung“

KFC-Trainer Stefan Krämer lässt keine Zweifel an den ambitionierten Zielen aufkommen.

Am Freitagabend geht es für den KFC Uerdingen wieder um die Tabellenführung. Im vorgezogenen Spiel trifft die Mannschaft von Trainer Stefan Krämer um 19 Uhr im MSV-Stadion auf die SG Sonnenhof Großasbach. Wieder werden die Zuschauer gebeten, frühzeitig anzureisen. Es gibt Staugefahr auf der Autobahn 59. Vor dem Heimspiel spricht Trainer Krämer über…

… den Gegner Großasbach

Es ist ein Gegner, der im 3-4-3 auftritt mit sehr stabilen Innenverteidigern. Im Zentrum sind sie mit fleißigen Spielern bestückt. Da ist es schwer durchzukommen. Wir müssen Geduld haben, die Räume finden. Wir dürfen vor allem nicht in Konter laufen, müssen ein sauberes Positionsspiel aufziehen und unsere Stärken auf den Platz bringen. Die Trainingswoche war sehr gut. Unsere Jungs waren mit viel Spaß bei der Sache.

… den Konkurrenzkampf im Kader

Die Stimmung im Team ist sehr gut. Es herrscht ein respektvoller Umgang. Jeder ist sein eigenes Unternehmen. Da wächst etwas zusammen. Es ist klar, dass der eine oder andere unzufrieden ist wegen seiner Spielzeit. Ich sage es aber immer wieder, auch wenn es wie eine Phrase klingt: Auf Strecke wird jeder gebraucht. Es ist letztlich ein Gruppending.

… über das Verhalten der Ersatzspieler

Ich schaue auch immer darauf: wie verhält sich die Bank, zum Beispiel bei späten Siegtreffern? Das ist für mich ein wichtiger Indikator. Was ist danach in der Kabine los? Und ich sehe, dass auch die Ersatzspieler wie kleine Kinder tanzen. Das beobachte ich sehr gerne. Ich muss sagen: das machen die Jungs ziemlich gut.

… über die Bilanz, neun Punkte aus vier Spielen, Platz zwei

Wir wollen die Tabellenführung, auch wenn dieser Platz aktuell noch nichts aussagt. Jedes Spiel hätte auch anders laufen können. In dieser Liga wird niemand durchmarschieren, das habe ich schon in den bisherigen Wochen gesehen. So eine Saison läuft immer in Wellen ab. Wir sind in einer guten Phase drin, haben aber noch nicht unsere Bestleistung gezeigt. Trotzdem haben wir schon neun Punkte. Ich habe am Freitagabend nach dem Spiel lieber zwölf Punkte statt neun (lacht).

… über die nervliche Anspannung auf der Trainerbank, die Siege gegen Meppen und 1860 München in letzter Minute

Siege in letzter Minute steigern das Gruppengefühl. So etwas bleibt haften. Für meine Nerven wäre ein glatter Sieg auch mal schön, aber in der 3.Liga stehen fast alle Spiele bis zum Schluss auf der Kippe. Ich habe noch kein Spiel erlebt, wo ich mich nach 70 Minuten zurücklehnen und sagen konnte: das war‘s jetzt.

Mehr von Westdeutsche Zeitung