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Früherer Stadtarchivar PaulGünter Schulte gestorben

Nachruf : Paul-Günter Schulte ist gestorben

Der 76-Jährige engagierte sich für das Haus der Seidenkultur, die Dante-Gesellschaft und die Otto-Brües-Stiftung.

Der ehemalige Leiter des Stadtarchivs Krefeld, Paul-Günter Schulte, ist im Alter von 76 Jahren gestorben. Bis April 2009 hatte er sich beruflich der Krefelder Stadtgeschichte verschrieben und dann die Schlüssel an seinen Nachfolger Olaf Richter übergeben. Das Stadtarchiv ist im übertragenen Sinne das Gedächtnis der Stadt und verwahrt Archivgut aus acht Jahrhunderten. Mit Beginn seines Ruhestandes hat Schulte seinen einstigen Beruf zu seinem Hobby gemacht.

Der in Münster geborene Schulte übernahm 1988 die Leitung des Krefelder Archivs an der Girmesgath von Guido Rotthoff. Die Stadt hatte den in Krefeld wohnenden Schulte dem Kreis Viersen abgeworben, wo er seit 1979 das Kreisarchiv geleitet hatte. Schule hatte an den Universitäten Münster und München Geschichte, Latein und katholische Theologie studiert, Prüfungen in Philosophie und Pädagogik abgelegt und 1979 die Archivarische Staatsprüfung für den höheren Archivdienst abgelegt.

Mehrere Jahre betreute er die Tagungen der deutschen Dante-Gesellschaft, die regelmäßig in Krefeld stattgefunden haben, ebenso wie die des deutsch-amerikanischen-Historiker-Symposiums. Er engagierte sich darüber hinaus im Otto-Brües-Freundeskreis und veröffentlichte Beiträge zur Lokal- und Regionalgeschichte, wie zuletzt in dem Buch „Der Niederrhein“. Schulte ist es auch mit zu verdanken, dass die Paramentenweberei Gotzes gerettet werden konnte und heute als „Haus der Seidenkultur“ zu besichtigen ist.