1. NRW
  2. Düsseldorf

Soziales Kunstprojekt Düsseldorf gibt wegen geringer Unterstützung auf

NRW : Kulturmetzgerei in Bilk zeigt letzte Ausstellung

Der Kunstraum an der Suitbertusstraße startet Freitag die letzte Benefiz-Ausstellung.

Mit Kunst etwas Gutes tun – so startete im Jahr 2016 der Verein „Kulturmetzgerei – Raum für Kunst und Soziales“ an der Suitbertusstraße. Sieben Ausstellungen mit Werken von 20 Kunstschaffenden konnten der Vorsitzende Hans-Georg Peters und seine Mitarbeitende präsentieren. Durch Verkäufe und Spenden kamen gut 40 000 Euro für soziale Projekte in Düsseldorf zusammen – auch, weil der Hausbesitzer Koch-Immobilien keine Miete für den Raum verlangte. Dennoch ist nun Schluss mit der Kulturmetzgerei.

„Das Konzept hat nicht so gut funktioniert wie erhofft“, sagt Hans-Georg Peters. Zu den Ausstellungen kamen zwar immer viele Besucher. „Sie spendeten nur kleine Beträge oder gar nichts.“ Die Künstler selbst hätten stets versucht, ihren Käuferkreis in die Ausstellungen zu holen, was aber nicht zur vollen Zufriedenheit aller gelang. „Die Zahl der verkauften Bilder blieb zu niedrig“, sagt Peters. Auch erreichte der Verein nicht die angepeilte Mitgliederzahl.

Der Verein freut sich aber, mit dem erwirtschafteten Geld einige Diakonie-Projekte gefördert zu haben. Die Kulturmetzgerei unterstützte unter anderem den Bau einer Rollstuhlrampe, eine Rad-Anfahrhilfe, ein Klettergerüst und eine heilpädagogische Frühförderung im Wasser. Zudem finanzierte der Verein einen Schutzraum für wohnungslose Mütter, Reisen für seelisch-kranke Menschen, das Projekt „Allemann“ für stärkende Jungenarbeit und einen Pflegerollstuhl für Senioren.

Freitag beginnt die
letzte Ausstellung

Am Freitag, 2. Oktober, 19 Uhr, beginnt die letzte Ausstellung in dem Kunstraum. Die Bilder unter dem Titel „Bildnisse“ sind von Maler Karsten Breidenbroich, der mit seinen Großformaten bereits die erste Schau 2016 in der Kulturmetzgerei unterstützte. Außerdem sind Werke von Doreen Jeglinski zu sehen. Wer eines der Bilder kauft, tut Gutes: 40 Prozent des Erlöses werden gespendet. Das Diakonie-Mutterhaus in Kaiserswerth bekommt das Geld, um ein „Bike-Labyrinth“ anzuschaffen. Mit diesem Aktivierungssystem können Senioren fiktiv per Leinwand durch verschiedene Städte radeln.

Die Ausstellung an der Suitbertusstraße 97 kann nach der Eröffnung bis zum 30. November, samstags von 14 bis 17 Uhr, besucht werden. Weitere Infos auch im Internet unter

www.kulturmetzgerei.de