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Handball: „Diesmal sehe ich ein Duell auf Augenhöhe“

Handball : „Diesmal sehe ich ein Duell auf Augenhöhe“

Fortunas Torhüterin Lena Kubitscheck sieht gute Chancen für die Drittliga-Relegation.

Düsseldorf. Am Sonntag wird es ernst für die Handballerinnen von Fortuna Düsseldorf: Das Relegationshinspiel beim Mittelrheinmeister HSV Frechen (16 Uhr, Sporthalle Herbertskaul) steht an. Seit knapp drei Monaten bildet Lena Kubitscheck gemeinsam mit Vanessa Verhelst das Torhütergespann bei Fortuna. Anstatt mit der zweiten Mannschaft in der Landesliga zu spielen, kämpft sie nun mit dem Team von Heike Stanowski um den Aufstieg in die 3. Liga.

Nach dem überraschenden Abgang von Vivien Gosch, die gemeinsam mit Nicole Walter Ende des vergangenen Jahres zu ETuS Wedau zurückkehrte, und dem krankheitsbedingten Ausfall von Alexandra Grintela im Januar, stand Trainerin Heike Stanowski nur noch mit einer Torhüterin da.

Doch dieses Problem konnte intern gelöst werden, denn in Lena Kubitscheck verfügte die Landesliga-Mannschaft der Fortuna über eine Keeperin mit Oberligaerfahrung. „Natürlich hat es mich gefreut, dass man an mich gedacht hat“, berichtet die 26-Jährige. „Allerdings wollte ich mein Team auch nicht hängen lassen, so dass ich darum gebeten habe, dass alles mit Coach Frank Holzweißig besprochen wird. Aber das hat sehr gut funktioniert.“

Seit dem Spiel gegen den Neusser HV Ende Januar gehört die gebürtige Westfalin fest zum Team der erfolgreichen Oberliga-Mannschaft und bekam von Heike Stanowski auch viele Spielanteile. „Das hat mich natürlich enorm gefreut“, sagt Kubitscheck.

Mit dem Handballsport hat Lena Kubitscheck bei Vorwärts Wettringen im Alter von sechs Jahren begonnen. Dort durchlief sie alle Jugendmannschaften, spielte in der weiblichen A-Jugend bereits in der Oberliga und sammelte auch im Seniorenbereich in der Oberliga Westfalen erste Erfahrungen. Nach dem Abitur zog es Kubitscheck dann in die Landeshauptstadt. „Ich wollte das Stadtleben kennenlernen, zum anderen habe ich eine Ausbildung bei der WestLB begonnen“, erinnert sich die Torhüterin.

Trotz des sensationellen Abschneidens in der Oberliga bleibt Lena Kubitscheck bescheiden. „Natürlich ist es etwas Besonderes, dass wir die Saison mit 56:0 Punkten abgeschlossen haben“, sagt die 26-Jährige. „Aber letztlich habe ich nur einen kleinen Beitrag dazu geleistet, ich bewundere die anderen Spielerinnen, die über die gesamte Saison die Leistung erbracht haben.“

Die Chance, sich gegen den HSV Frechen durchzusetzen, sieht Kubitscheck als durchaus machbar an. „Anders als im letzten Jahr gegen die Ausnahmemannschaft von Leverkusen, sehe ich diesmal ein Duell auf Augenhöhe“, sagt die Keeperin. „Wenn wir unsere Leistungen bringen und wir wieder mit unserem Teamgeist und unserer Geschlossenheit agieren, haben wir gute Chancen, uns gegen Frechen durchzusetzen.“