Charity Cup: Tennis-Legenden im Dienste einer guten Sache

Charity Cup : Tennis-Legenden im Dienste einer guten Sache

Zum „1. DRK Charity Cup“ sind zwei Monate vor dem Beginn ein Drittel der Karten verkauft.

Düsseldorf. Für Wolfgang Bosbach wird dieses Tennis-Turnier ein sportlicher und humanitärer Höhepunkt des Jahres in Düsseldorf. „Und mit wem ich auch zusammen spiele, ich werde ihn durchschleppen“, sagte der Bundestagsabgeordnete und Schirmherr des „1. DRK-Charity-Cups“ schmunzelnd im Hinblick auf seinen Doppel-Partner im Pro-AM-Turnier. Bosbach würde es mit seiner sympathischen Art wohl auch schaffen, einen Ivan Lendl aus der Reserve zu locken. Und der Politiker ist vorbereitet. Wenn er dann mal Freizeit hat, findet man ihn oft auf dem Tennisplatz.

... und Turnierdirektor Horst Klosterkemper . Foto: dpa

Doch für den Schirmherren dieses Turniers, in dem die Eintrittsgelder dem Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes für Demenzprojekte zu Gute kommen, geht es nicht nur um Sport und den Spaß an den beiden längsten Tagen des Jahres. „Das Turnier hat gleich drei wichtige Komponenten“, sagte Bosbach. „Es bietet für viele Menschen die Möglichkeit, ihre Tennis-Stars der Vergangenheit zu erleben. Das passiert zudem so, dass man ganz nah an diese Idole herankommt. Und alle tun mit ihrem Besuch ein gutes Werk.“ Es ist für Bosbach ein Zeichen für eine humane Gesellschaft, wie sie mit alten, armen und kranken Menschen umgehe.

Mit der Verpflichtung der deutschen Spieler Marc-Kevin Goellner und Rainer Schüttler wurde das sechsköpfige Teilnehmerfeld der Ex-Profis inzwischen komplettiert. Und auch die zweite Nachricht, die Turnierdirektor Horst Klosterkemper verkündete, ist positiv: „Wir können vermelden, dass bereits ein Drittel aller Eintrittskarten verkauft sind.“ An beiden Tagen gibt es jeweils Platz für rund 3500 Zuschauer auf der Rochusclub-Anlage am Rolanderweg.

„Ich würde mir wünschen, dass bei noch mehr Vereinen, dass soziale Engagement ausgeweitet wird“, sagte Klosterkemper, der stolz darauf ist, dass durch die Unterstützung der Sponsoren, und da in erster Linie durch den Hauptsponsor Sparda-Bank, möglich ist, die kompletten Ticketerlöse dem guten Zweck zuzuführen. „Da kommen auch wirklich 100 Cent eines jeden Euros beim Roten Kreuz an“, verspricht der Turnierchef, der glaubt, dass Petrus zu diesem Anlass gar nicht anders kann, als die Sonne scheinen zu lassen.

Das DRK ist sehr dankbar für die Ausrichtung dieses Turniers. „Wir hätten das bei diesem finanziellen Risiko niemals alleine stemmen können“, sagte Stefan Fischer vom DRK-Kresiverband und lobte DRK-Botschafter Horst Klosterkemper für dessen Engagement. Den vier Altenpflegeheimen des DRK in Düsseldorf wird das Geld zu Gute kommen. „Gerade in der Hilfe für Demenz-Kranke kann man gar nicht genug tun“, sagte Fischer, der auf eine ausverkaufte Veranstaltung hofft.

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