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Jetzt dürfen bis zu 6500 Menschen Düsseldorfer Strandbäder besuchen

Schwimmen : Jetzt dürfen bis zu 6500 Menschen gleichzeitig die Strandbäder besuchen

Unterbacher See: Bilanz 2019 fällt nicht so gut aus. Dafür sind in den Ferien wieder alle Angebote zu Corona-Regeln geöffnet.

Mit den erneuten Lockerungen der Coronaschutzverordnung dürfen nun zu Ferienbeginn deutlich mehr Besucher einen Sommertag an den Strandbädern des Unterbacher Sees verbringen. Statt zu Saisonbeginn Ende Mai mit 1000 Gästen pro Bad sind es nun jeweils 2000 gleichzeitig im Strandbad Nord und Strandbad Süd. Hinzukommen noch einmal 2500 im FKK-Bereich des Strandbads Süd. „Trotzdem gibt es überall noch einen guten Abstand“, beobachtet Peter von Rappard, Geschäftsführer des Zweckverbandes Unterbacher See. Er ist froh, den Gästen wieder alle Einrichtungen im Naherholungsgebiet zur Verfügung stellen zu können, vom Camping bis zur Segelschule.

Wie die Bilanz am Ende dieses Corona-Jahres ausfällt, ist heute noch völlig offen. In dieser Woche ging es erst mal um die Zahlen für 2019. Die fielen aufgrund eines völlig verregneten Monats Mai 2019 sehr viel schlechter aus als die Gesamtbilanz 2018. Da zählten die Standbäder beispielsweise 193 000 Besucher in der Saison, im Vorjahr waren es nun mit 138 000 Gästen rund 28 Prozent weniger. Am Ende kam ein Defizit in Höhe von 81 000 Euro heraus, das aus den Rücklagen ausgeglichen wird.

Zum Zweckverband gehören neben Düsseldorf die Städte Erkrath und Hilden. Von ihnen erhält der Verband einen Zuschuss in Höhe von 855 000 Euro, wovon die Landeshauptstadt den Löwenanteil von fast 809 000 Euro leistet. „Wir wollen den Zuschussbedarf reduzieren, doch er wird generell bleiben. Denn nur so können wir auch sozialverträgliche Eintrittspreise anbieten“, sagt Diplomkaufmann von Rappard. Er nennt als Beispiel die 4 Euro Eintritt, die eine Strandbad-Tageskarte für Erwachsene kostet.

Sehr gut gebucht werden in der laufenden Saison Campingplatz und auch die Hausboote. Für Sportangler wurden neue Bootsstege angelegt. Gerade für Familien mit kleinen Kindern ist der Flachwasserbereich der Strandbäder attraktiver geworden, nachdem der Seegrund vor Saisonbeginn saniert wurde. Hier wurde das Laub der schattenspendenen Bäume entfernt. Die Tretboot-Flotte ist erweitert, wer mag, bewegt sich nun auch auf einem Tucan- oder Einhorn-Gefährt auf dem U-See. Seit zwei Jahren liefert bereits die Photovoltaikanlage den Strom für den Campingplatz Nord und die Verwaltungsgebäude. E-Bikes können jetzt auf dem Gelände aufgeladen werden. Und der Müll wird im Naherholungsgebiet nun mit einem Elektrowagen eingesammelt.

Elektrofahrzeuge sind auch das Stichwort für eine kleine Verbesserung der Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln an den Unterbacher See. Der Fahrdienst Clever Shuttle, eine Tochterfirma von Clever Shuttle und den Stadtwerken Düsseldorf, nimmt seinen Betrieb wieder auf. Er hat explizit dazu nun sein Geschäftsgebiet bis zum Unterbacher See erweitert. Wer den umweltfreundlichen Fahrdienst nutzen will, muss sich per App registrieren. Hier gibt man das Fahrtziel ein. Bucht ein weiterer Fahrgast einen Teil der Strecke, kommt es auf dem Weg zu spontanen Fahrgemeinschaften – und die Kosten sinken. Wer nun beispielsweise eine Fahrt ab Hauptbahnhof Düsseldorf zum Unterbacher See bucht, zahlt dafür maximal 7 Euro, so eine Sprecherin der Stadtwerke auf WZ-Anfrage. Steigt jemand dazu, wird’s günstiger.