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Bundespolizei: Hunde wittern Dynamit im Hartschalenkoffer

Bundespolizei: Hunde wittern Dynamit im Hartschalenkoffer

Tiere werden in Flugzeugen und bei der Kofferkontrolle eingesetzt.

Düsseldorf. Für Rinka oder Mira wäre der Sprengstoff in der Unterwäsche des mutmaßlichen Attentäters von Detroit kein Problem gewesen. Die beiden Sprengstoffsuchhunde der Bundespolizei spüren feinste Teilchen explosiver Stoffe selbst im dicksten Hartschalen koffer auf.

Nur: Rinka und Mirawerden bei Personen- und Handgepäckkontrollen nicht eingesetzt. "Dafür haben wir andere technische Maßnahmen", sagt Jens Flören, Sprecher der Bundespolizei. Ins Detail gehen möchte er nicht. Aus Sicherheitsgründen.

70 Sprengstoff-Suchhunde stehen der Bundespolizei für ganz Nordrhein-Westfalen zur Vefügung. Auch am Flughafen Düsseldorf kommen die Tiere zum Einsatz. Etwa bei verdächtigem, weil unbeaufsichtigtem Gepäck im Terminal oder auch bei der Kontrolle von Koffern, bevor diese ins Flugzeug geladen werden. Auch Maschinen werden stichprobenartig mit Hilfe der Sprengstoffspürhunde überprüft.

Entdeckt das Tier verdächtige Substanzen, gibt es dem Hundeführer ein entsprechendes Signal und setzt oder legt sich hin. "Die Hunde werden berührungslos ausgebildet", erklärt Polizeihauptmeister Frank Pawlick. "Sie gehen nicht auf den Gegenstand los."

Frank Pawlick bildet bei der Bundespolizei Hundeführer aus. Er weiß alles über die feine Nase der Tiere. Zum Bespiel, dass sie zehn Gramm Buttersäure auf einer Fläche von ganz Hamburg wahrnehmen. "Für den Geruchssinn der Menschen ist bei zehn mal zehn Metern Schluss." Sogar ein umgeknickter Grashalm auf einer Wiese entgeht einer Hundenase nicht. Pawlick: "Es setzt ein Fäulnisprozess ein, und den riecht der Hund auch noch, wenn der Halm sich schon wieder aufgerichtet hat."