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WSV in Gladbach: Die Fohlen galoppieren auch ohne Stuckmann

WSV in Gladbach: Die Fohlen galoppieren auch ohne Stuckmann

Der Wuppertaler SV tritt am Samstag (Anstoß 14 Uhr) bei der U23 von Borussia Mönchengladbach an. Michael Stuckmann, ehemaliger WSV-Spieler und nun in Diensten der Fohlen-Elf, muss verletzt zuschauen.

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Wuppertal. Da stand er nun, doch der Fahrstuhl nach oben war voll besetzt. Also nahm Michael Stuckmann am vergangenen Samstag im Mönchengladbacher Borussia - Park die Treppe rauf auf die Tribüne. Der 31-jährige Kapitän von Borussias zweiter Mannschaft ließ sich den Auftritt von Bundesliga-Tabellenführer Borussia Dortmund natürlich nicht entgehen und war nach 90 spannenden Minuten genauso überrascht wie erfreut, dass seine Borussia durch ein 1:0 den Rasen als Sieger verlassen hatte.

Genauso überrascht wie erfreut ist der Defensiv-Allrounder, der von 2004 bis 2009 in 168 Spielen für den Wuppertaler SV neun Tore erzielte, über die Saison von Borussias Zweitvertretung. Zwar ist bei zehn Punkten Rückstand der Aufzug in Richtung Dritte Liga durch Preußen Münster auch hier belegt, doch der zweite Platz ist aller Ehren wert. „Man muss bedenken, dass wir eine sehr junge Mannschaft haben, weil nach dem sportlichen Abstieg im vergangenen Jahr ein Schnitt gemacht wurde. Wir sind ja nur drin geblieben, weil Essen, Mannheim und Bonn keine Lizenz bekommen haben. Die Konstanz des Teams ist daher schon sehr erstaunlich. Teilweise stehen vier U19-Spieler im Aufgebot und bei denen sind Schwankungen eigentlich normal“, sagt Stuckmann.

Umso erstaunlicher ist die Leistung zu bewerten, weil mit dem im Winter zum FC Augsburg gewechselten Jan-Ingwer Callsen-Bracker und Stuckmann zwei Führungsfiguren fehlen. Stuckmann machen immer noch die Folgen eines im Dezember erlittenen Bänderrisses im rechten Sprunggelenk zu schaffen. „Ich habe es in den ersten drei Rückrunden-Spielen versucht, aber dann hat sich die Verletzung leider doch als schwieriger herausgestellt, weil eine Sehne in Mitleidenschaft gezogen wurde.“ Gegen den Wuppertaler SV (heute, 14 Uhr, Grenzlandstadion Rheydt) kann Stuckmann nur zuschauen. „In dieser Saison wird das nichts mehr. Ich mache jetzt bei Bernd Cramer und Matze Haide im Rainbow Park meine Reha und hoffe auf die nächste Spielzeit.“

Sein Trainer Sven Demandt hingegen beschäftigt sich noch mit dieser Saison. Der 46-Jährige, dessen Team erst vier Niederlagen einstecken musste, möchte auch im zehnten Spiel in Folge ungeschlagen bleiben, sieht im WSV dafür aber einen undankbaren Gegner. „Für Wuppertal geht es im Grunde um nichts mehr. Es ist daher gut möglich, dass sich die Spieler gegen uns zeigen und beweisen wollen. Nach dem Motto: Was die können, können wir auch.“