Zwickau empfängt den KFC: Das Treffen der Dilemma-Teams

Fußball : Das Treffen der Dilemma-Teams

Nach dem Aus im Niederrhein-Pokal geht der Ligabetrieb für den KFC Uerdingen in Zwickau weiter. Die Uerdinger treffen dabei auf einen Gegner in einer ähnlichen Situation.

FSV Zwickau: Drei Siege, drei Niederlagen, nur ein Unentschieden. Beim FSV Zwickau wechseln sich in dieser Saison Freud und Leid verlässlich ab. Entweder spielte man zu Null oder es gab mehrere Gegentore. Gegen Duisburg (1:3), 1860 München (0:3) und Kaiserslautern (3:5) setzte es Pleiten. Trainer Joe Enochs sehnt sich nach Balance in der Abwehr. „Die Niederlagen gegen Duisburg und Kaiserslautern waren eine schmerzhafte Lehrstunde“, sagt der Amerikaner, der gegen Uerdingen eine Mannschaft sehen will, die gefestigter auftritt.

Form: Zwickau gewann zuletzt das richtungsweisende Spiel in Würzburg mit 2:0 und setzte sich damit ein Stück von der Abstiegsregion ab. Der Mannschaft gelang es über weite Strecken, die Angriffsbemühungen der Gastgeber in Schach zu halten. „Es war nur ein Sieg“, holte Enochs sein Team danach wieder auf den Boden zurück. Aber ein Sieg, der Mut macht.


Personal:
Der Kanadier Marcus Godinho sollte nach einem Handbruch wieder zurück in den Kader rücken. Er trug im Training jedoch noch eine Schiene. Eine Rückkehr bis zum Spiel gegen den KFC wird auch von Maurice Hehne und Ali Odabas erwartet. Sascha Härtel jedoch wird mit einem Fußbruch noch lange ausfallen. Nils Miatke und Mike Könnecke brauchen noch mehr Zeit und werden ebenfalls noch weiter nicht zur Verfügung stehen.


Im Fokus:
Die Treffer der Sachsen verteilen sich auf mehrere Schützen. Einen Torjäger hat das Team bisher nicht gefunden. Dafür haben schon Elias Huth, Fabio Viteritti und Gerrit Wegkamp jeweils zweimal getroffen.

KFC Uerdingen: Auf die Bilanz des KFC gegen den FSV Zwickau sollte man lieber nicht schauen. Sie liest sich nicht besonders hoffnungsvoll. In der vergangenen Saison verlor der KFC beide Spiele gegen die Sachsen (1:2, 0:2). Insgesamt führt Zwickau mit 4:1-Siegen bei einem Remis. Den letzten Uerdinger Erfolg gab es beim 3:0 am 6. April 1997. Axel Jüptner (2) und Radek Onderka trafen für Krefeld. Einen Erfolg könnten die Krefelder nun aber dringend gebrauchen. Sie stehen als Tabellen-17. unter Druck, sind seit sechs Partien in der Liga ohne Sieg. „Zwickau ist ein brandgefährlicher Gegner. Er steckt in einem ähnlichen Dilemma wie wir. Die Ergebnisse passen nicht zur Leistung“, sagt Trainer Heiko Vogel.


Form:
Das Pokal-Aus gegen RW Essen ist nun eine Woche her. Die Uerdinger zeigten zu wenig Aggressivität und Willen und waren mal wieder nicht torgefährlich genug. Das zieht sich schon durch die gesamte Spielzeit. Die Mannschaft gelobt Besserung, wie es Verteidiger Christian Dorda sagte. Vor allem muss das Spiel im letzten Drittel vor dem gegnerischen Tor zielstrebiger werden.


Personal:
Unter der Woche setzte Innenverteidiger Oliver Steurer angeschlagen aus. Ansonsten wird Rechtsverteidiger Kevin Großkreutz nach seiner Sperre noch ein letztes Mal in der Liga zuschauen müssen. Alexander Bittroff könnte ihn wieder vertreten. Die Langzeitverletzten Adam Matuschyk und Osayamen Osawe machen Fortschritte und sollen bald wieder ins Training einsteigen.

Im Fokus: Heiko Vogel stellte in Aussicht, mehr Stürmer aufzubieten, um mehr Präsenz im Strafraum zu haben. Tom Boere wird sein Können erstmals in der 3. Liga zeigen. Möglich, dass auch Ali Ibrahimaj seine ersten Liga-Minuten erhält.