Fortuna Düsseldorf: Fortuna feiert mit und hat die sportlichen Sorgen ganz weit weg im Hinterkopf

Fortuna Düsseldorf: Fortuna feiert mit und hat die sportlichen Sorgen ganz weit weg im Hinterkopf

Zum vierten Mal ist der Fußball-Zweitligist mit einem eigenen Wagen im Zug vertreten. Trainer Friedhelm Funkel liebt den Karneval.

Düsseldorf. Alles, was bei Fortuna Düsseldorf Rang und Namen hat, war auf dem Karnevalswagen des Fußball-Zweitligisten vertreten. Für den Vorstandsvorsitzenden Robert Schäfer war es eine närrische Premiere neben Reinhold Ernst dem Aufsichtsratsboss des Vereins, seinen Vorstandskollegen und vier Spielern, angeführt von Kapitän Oliver Fink, Kamelle und Mettwürstchen mit Senf ins närrische Volk zu werfen. „Das war wie vor einem Spiel der Fortuna, die Anspannung war richtig groß, aber auch sehr positiv“, sagte Schäfer vor der Abfahrt. „Ich bin immer so“, sagte er, als er gefragt wurde, ob er vorher bereits ein oder zwei Alt getrunken hätte, um die Nerven zu beruhigen. „Aber ich glaube, heute sind auch ein paar Bierchen zur Feier des Tages erlaubt, obwohl wir die nicht ganz optimale sportliche Situation zumindest im Hinterkopf haben.“

Einen Rosenmontag zum Feiern hat Friedhelm Funkel seinen Spielern zugestanden. Der Trainer der Fortuna, der in der Domstadt schon zweimal mit auf einem Wagen des 1. FC Köln beim Rosenmontagszug dabei war, wollte in Düsseldorf natürlich auch dabei sein. „Wenn wir ganz unten in der Tabelle stehen würden, hätte ich mir das noch mal überlegt und lieber Training angesetzt“, sagte Funkel, der „seit Jahrzehnten sehr gerne Karneval feiert“ und sich freute, dass vor dem Fortuna-Motto-Wagen ein Wagen der „Funkel-Mariechen“ unterwegs war. Die „Halbangst“-Gruppe hatte sich komplett in Kostüm mit Röckchen geschmissen und huldigte der Fortuna, Funkel und dem Karneval.

Da hatte Erich Rutemöller schon ein wenig mehr Umstellungsprobleme. Als Westfale, der lange in Köln gelebt hat, brauchte der Sportvorstand der Fortuna einen Kilometer Zugweg, um richtig in Fahrt zu kommen. Damit hatte Oberbayer Oliver Fink keine Probleme, weil er nicht das erste Mal auf einem Fortuna-Wagen im Rosenmontagszug dabei war. Der Kapitän verbreitete prächtige Stimmung und freute sich über die vielen Träger von Fortuna-Trikots am Wegrand, die er von oben mit reichlich Kamelle eindeckte. „Das zeigt uns auch noch mal, dass es viele Menschen gibt, denen wir möglichst schnell mit einem Sieg eine Freude bereiten sollten.“