Fortuna Düsseldorf: Funkel hält Aufstellung unter Verschluss

Fortuna Düsseldorf: Funkel hält Aufstellung unter Verschluss

Vor dem Spiel gegen Heidenheim lässt sich Fortunas Trainer nicht in die Karten schauen. Bis auf Bodzek sind alle Spieler einsatzbereit und wollen am Samstag alles geben.

Düsseldorf. In Düsseldorf ist der Karneval wichtig. Doch am Samstag würde ein Sieg für die Fortuna gegen Heidenheim (13 Uhr/Arena) noch mehr bedeuten — ein vielleicht vorentscheidender Schritt in Richtung Klassenerhalt. Da kann der Verein jeden Glücksbringer gebrauchen, wie etwa das Düsseldorfer Prinzenpaar, dass allerdings nur einen kurzen Besuch abstattet, um dann schon wieder zum nächsten Termin zu ziehen. Die Mannschaft von Friedhelm Funkel muss sich hingegen ganz besonders auf diese 90 Minuten konzentrieren. Ein Sieg würde nicht nur den erwähnten Rückenwind entstehen lassen, sondern auch wieder mehr Ruhe in die Reihen der Fortuna geben. Die bittere Serie von acht Spielen ohne Sieg wäre endlich beendet.

Verständlich, dass der Trainer alles dafür tut, um dieses Ziel zu erreichen. Kein Sterbenswörtchen kam über seine Lippen, als er nach der Aufstellung befragt wurde. Die Diskussionen über Dreierkette, die Berücksichtigung von Robin Bormuth oder die Versetzung von Kaan Ayhan von der Abwehr in das offensive Mittelfeld lassen Friedhelm Funkel völlig kalt. „Ich bekomme mit, was in der Öffentlichkeit geredet und spekuliert wird“, sagte Funkel. „Allerdings sehe ich am besten, was nötig ist, weil ich das Training die ganze Woche verfolge und alles aus meiner Erfahrung heraus entscheiden werde.“

Natürlich sei jetzt auch ein wenig Glück nötig, um den Bock umzustoßen. Heidenheim werde laut Funkel kein dankbarer Gegner sein. „Die Spieler müssen auch von Beginn an und über 90 Minuten zeigen, dass sie etwas verändern wollen“, sagt der Trainer, dem alle Spieler bis auf den verletzten Adam Bodzek zur Verfügung stehen. Auf die Frage, ob die Spieler mit dem Druck umgehen können, antwortete der 63-Jährige, dass die Spieler immer unter Druck stehen, Ergebnisse zu liefern. „Damit können die Spieler umgehen“, versprach Funkel. „Man könne sich vieles vornehmen, jetzt muss es die Mannschaft auch umsetzen.“

Auch der 1. FC Heidenheim hat derzeit nicht die beste Phase. Einige Spieler fallen verletzt oder gesperrt beim Tabellen-Fünften aus. Doch der Gegner hat einen überragendenden Spieler in Marc Schnatterer. „Manndeckung? Nein aus dem Zeitalter sind wir raus“, sagte Funkel und verneinte damit die Möglichkeit, dass sich ein Fortune ganz speziell, um den Spielgestalter der Heidenheimer kümmern würde. „Wir müssen Standardsituationen des Gegners (die Schnatterer meist ausführt/Anm. der Red) verhindern und werden zudem dabei auch noch etwas verändern.“ Was er damit meinte, wollte Funkel ebenfalls nicht verraten. Falls das auch für die eigenen Standards gilt, fällt vielleicht mal wieder ein Treffer nach einer Ecke oder einem Freistoß. Dass seine Mannschaft gewinnt, konnte Funkel am Freitag nicht versprechen. „Aber ich kann versichern, dass die Mannschaft 100 Prozent dafür geben wird, erfolgreich zu sein.“

Mehr von Westdeutsche Zeitung