Krefeld Pinguine: Investor soll bis zum Notartermin geheim bleiben

Eishockey : Pinguine: Investor bleibt bis zum Notartermin geheim

Bei den Krefeld Pinguinen könnte Ende kommender Woche die Stammkapitalerhöhung beschlossen werden. Ponomarev-Seite zuversichtlich.

Zukunftspläne mag Matthias Roos derzeit kaum schmieden. Trotz der aktuell bedrohlichen Finanzsituation der Krefeld Pinguine – dem Verein fehlen aktuell rund 1,1 Millionen Euro – nimmt der Geschäftsführer aber natürlich alle Meetings der Deutschen Eishockey Liga (DEL) war. So auch zum Beginn dieser Woche, als die sportlichen Führungskräfte der 14 DEL-Vereine schon mal grob einen Blick auf die Planungen für die Saison 2020/21 warfen. Ob die Pinguine dann noch in der höchsten deutschen Eishockeyliga vertreten sein werden, kann mit Bestimmtheit derzeit niemand sagen.

Der dafür zwingend notwendige Schritt zur Erhöhung des Stammkapitals um 750 000 Euro soll bei einem Notartermin möglichst in der kommenden Woche formell beschlossen werden. Die Gesellschafter der Pinguine hatten in der vergangenen Woche die Absicht erklärt, den Verein durch die Zustimmung zu einer Stammkapitalerhöhung für einen neuen Investor zu öffnen.

Die Person soll den weiteren Gesellschaftern aber erst am Tag des Notartermins vorgestellt werden. Zum Hintergrund zu dieser ungewöhnlichen Maßnahme erklärte Matthias Roos gegenüber unserer Redaktion: „Derjenige möchte helfen, will aber vorher öffentlich nicht Erscheinung treten, sollte seine finanzielle Hilfe aus formellen Gründen nicht möglich sein.“ Eine mögliche Sorge: Einer der Gesellschafter, die derzeit nur ihre Absicht erklärt haben, die Stammkapitalerhöhung durchzuführen, verweigert seine Zustimmung. Wolfgang Peters, Anwalt von Energy Consulting Europe, sagt: „Wir sind bereit zu unterschreiben und wollen das Ganze durchziehen.“

Dem Unternehmen Energy Consulting Europe, in dem Mikhail Ponomarev bis Mitte Oktober noch als Geschäftsführer fungierte, gehören aktuell 46 Prozent der Anteile der Krefeld Pinguine GmbH. Weitere 48 Prozent besitzt Wolfgang Schulz. Bei einer Stammkapitalerhöhung würden sich die Anteile jeweils um die Hälfte reduzieren.

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