Pinguine: Aufholjagd kommt zu spät - 350 Fans reisen per Schiff an

Krefeld Pinguine : Pinguine: Aufholjagd gegen Köln kommt zu spät

350 Fans der Krefeld Pinguine reisten zum Auswärtsspiel in Köln mit dem Schiff an. Sie sahen bis zum Schlussabschnitt wenig Offensivgeist ihres Teams.

Die Krefeld Pinguine haben auch das zweite Spiel des Wochenendes verloren. Bei der 1:2-Niederlage in Köln am Sonntagabend enttäuschten die Schwarz-Gelben ihre mitgereisten Fans zwei Drittel lang. Die Leistungssteigerung im Schlussabschnitt mit dem Treffer von Laurin Braun kam zu spät.

Im Vergleich zur 4:5-Niederlage gegen Nürnberg nahm Brandon Reid zwei Änderungen in der Aufstellung der Schwarz-Gelben vor. Mark Cundari kehrte ins Aufgebot zurück und im Tor vertraute der Trainer auf Dimitri Pätzold. Der Torhüter musste nach zwei Minuten erstmalig eingreifen, Marcel Müller hatte aus zentraler Position abgezogen (2.). Die Schwarz-Gelben taten sich gegen die körperlich robusten Kölner schwer im Offensivdrittel gefährliche Situationen zu kreieren. Den ersten entscheidenden Fehler begingen die Pinguine. Philip Riefers traf nach einem Rückpass an der gegnerischen blauen Linie den Puck nicht richtig, Müller ging dazwischen und machte sich auf in Richtung Pätzold. Garrett Noonan konnte den Ex-Pinguin nicht mehr stoppen und Müller tunnelte den chancenlosen Pätzold zur Kölner Führung (8.). Das erste Krefelder Überzahlspiel verstrich ohne einen einzigen Torschuss und bis zur ersten Pause konnten die Schwarz-Gelben das Gehäuse von Hannibal Weitzmann nur selten gefährden. Einzig die Paradereihe hatte durch Chad Costello (14.) und Vinny Saponari (17.) zwei Einschussgelegenheiten.

Kölns Torhüter muss im zweiten Drittel nur vier Schüsse abwehren

Auch im Mitteldrittel konnten sich die Krefelder nicht steigern. Sie gaben nur vier Torschüsse auf Weitzmann ab. Darunter waren drei Fernschüsse von Phillip Bruggisser (2) und Mark Cundari. Der vierte Schuss war gleichzeitig die beste Torchance, doch Niklas Postel scheiterte an Weitzmann (32.). Die Kölner, die in den vergangenen fünf Spielen immer punkteten, waren zweikampfstärker und immer einen Schritt schneller. Pätzold verhinderte mehrfach den zweiten Gegentreffer, machte jedoch beim Treffer von Ben Hanowski eine unglückliche Figur. Der Kölner Stürmer wollte am kurzen Pfosten den Puck stoppen, fälschte aber nur ab. Die Scheibe kullerte im Zeitlupentempo unter dem Schoner von Pätzold hindurch über die Torlinie (34.).

Zum letzten Drittel kamen die Schwarz-Gelben wie verwandelt aus der Kabine. Sie ließen Puck und Gegner laufen und zeigten mehr Biss. Verdienter Lohn war der frühe Anschlusstreffer durch Braun. Justin Hodgman hatte hinter dem Tor die Übersicht bewahrt und Braun vor dem Tor hervorragend in Szene gesetzt (42.). Nur eine Minute später vergab Jacob Lagacé eine Großchance zum Ausgleich, der Kanadier scheiterte freistehend (43.).

Auch in den Folgeminuten konnten sich die Krefelder immer wieder im Kölner Drittel festspielten, doch entweder hatten die Haie-Verteidiger noch einen Schläger dazwischen oder die Schüsse der Krefelder waren zu ungenau. Als Reid Pätzold in der vorletzten Minute vom Eis nahm, warfen die Schwarz-Gelben alles nach vorne, doch die Kölner verteidigten ihre knappe Führung clever über die Zeit und behielten die Punkte.

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