Pinguine werben für mehr Integration

Pinguine werben für mehr Integration

Bei Spielen der Krefeld Pinguine werden ab Freitag Spots der Initiative „Hockey ist Vielfalt“ gezeigt.

Krefeld. Freitag ab 19.30 Uhr werden die Krefeld Pinguine auf dem Eis des König-Palastes ihren vierten Tabellenplatz in der DEL verteidigen. Verteidiger Sinan Akdag und Torhüter Danijel Kovacic werden vor dem ersten Bully gleich zweimal auf dem Videowürfel über dem Eis zu sehen sein: Bei der Vorstellung der Mannschaft — und als Akteure im Spot „Hockey ist Vielfalt (Hockey is Diversity)“.

Die gleichnamige Initiative will auf die ethnische Vielfalt in der Gesellschaft aufmerksam machen, etwas gegen Überfremdungsängste tun und für mehr Miteinander werben. Sie wurde von zwei Krefeldern mit Migrationshintergrund ins Leben gerufen: vom ehemaligen Pinguine-Profi Martin Hyun (koreanische Herkunft) und Peter Goldbach, ebenfalls ehemaliger Eishockeyspieler (tschechische Herkunft). Akdag und Kovacic sind zwei Pinguine-Spieler ebenfalls mit Migrationshintergrund (türkische bzw. kroatische Herkunft). Am 16. Februar waren die beiden Spots, die zusammen rund 40 Sekunden dauern, im König-Palast gedreht worden (die WZ berichtete).

Diese Good-Will-Aktion lag in den Händen von Matthias Heuser, Geschäftsführer der Agentur „Mica Crossmedia“. In deren Räumen wurden die Spots gestern vorgestellt. „Es ist ein Pilotprojekt, das in Krefeld startet, weil Martin und ich Krefelder sind“, sagte Goldbach. „Und es geht um Eishockey, weil Martin und ich beide Eishockeyspieler waren. Die Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, das Thema Integration über die sportlichen Grenzen hinaus an die Gesellschaft heranzutragen.“ Martin Hyun war gestern in Berlin und konnte bei der Präsentation nicht dabei sein.

Die Spots, so ist es vorgesehen, werden ab heute vor dem Spiel und in den Drittelpausen zu sehen sein. Kombiniert wurden die Auftritte von Akdag und Kovacic mit Szenen aus dem Spiel gegen Augsburg. Wenn alles klappt, werden die Spots auch in anderen DEL-Eisstadien zu sehen sein. Eine Zusage aus Berlin liegt vor. Die Idee ist, später für jede DEL-Mannschaft einen eigenen Spot zu drehen. „ Wir werden bekannter“, sagte Goldbach.

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