Oberbergische Straße: Geplanter Kreisel kommt nicht gut an

Oberbergische Straße: Geplanter Kreisel kommt nicht gut an

Am WZ-Mobil gibt es Kritik am Wegfall der Ampel — und an der Baustelle.

Lichtscheid. Während der Kasino-Kreisel und der Kreisverkehr an der Steinbecker Meile zurückgebaut und Ampel-Anlagen installiert wurden, geht man an der Oberbergischen Straße, Kreuzung Müngstener Straße und Böhler den umgekehrten Weg: Statt der derzeit noch aktiven Ampelanlage soll nun in mehrwöchiger Bauzeit ein Kreisverkehr entstehen, der die Zufahrt zum im Bau befindlichen Discounter und einem weiteren Baumarkt erleichtern soll.

Die Baustelle zu diesem Zweck erzeugt nicht nur Dreck und Lärm, sondern auch jede Menge Ärger bei Autofahrern und Passanten, die am WZ-Mobil auch den Sinn dieser Maßnahme bezweifelten.

„Ich komme täglich hierher. Jetzt um die Mittagszeit ist es noch erträglich, aber am Nachmittag ist der Zeitverlust schon enorm“, sagt Annette Benkert, und Axel Schmidt, Inhaber des Imbissstandes an der Kreuzung meint: „Eine Maßnahme, die erst mal viel Geld kostet und in der ich nicht viel Sinn sehe. Meines Erachtens hätte alles so bleiben können wie bisher.“

Jennifer Pabst, Angestellte im Imbissstand, hat auch Kommunikations-Probleme: „Um mit den Kunden zu sprechen, muss ich schon schreien, so stark ist der Baulärm jetzt.“

Dieter Müller ist seit drei Jahren Wuppertaler Bürger und findet: „Hier in Wuppertal gibt es eine Menge unnötiger Baustellen. Das hier ist eine davon. Die Ampel-Anlage ist auf jeden Fall besser als der geplante Kreisverkehr.“

Alexander Lake erinnert sich: „Hatte die Stadt nicht vor der Sperrung der B7 gesagt, dass es keine weiteren Baustellen geben würde? Ich habe das Gefühl, es sind mehr als je zuvor.“

Andreas Bogusch meint: „Grundsätzlich finde ich einen Kreisverkehr gut, aber ob er hier sinnvoll ist, möchte ich bezweifeln. Diese Baustelle ist in jedem Fall eine erhebliche Verkehrsbeeinträchtigung.“ Rainer Grosser ist auch skeptisch: „Die bisherige Ampelanlage ist sinnvoller, wenn man eine Kosten-Nutzen-Rechnung aufstellt. Ich sehe in dem Umbau eine unnötige Geldausgabe.“

Claudia Scheer ist sich sicher: „Durch diese Baustelle wird die Kreuzung zu einem Nadelöhr, das mit dem starken Verkehrsaufkommen kaum noch fertig wird, zumal die Straßen hier infolge der Sperrung der B7 auch als Ausweichstrecken benutzt werden.