Schuchardstraße: Einbrecher räumen blitzschnell Schmuckgeschäft aus

Schuchardstraße : Einbrecher räumen blitzschnell Schmuckgeschäft aus

Die Täter schoben mit dem Auto einen Rammbock in die Eingangstür des Geschäfts in der Barmer City.

Barmen. Mit ganz grobem Werkzeug verschafften sich am frühen Sonntagmorgen Einbrecher Zugang zum Juweliergeschäft Rubin an der Schuchardstraße in der Barmer Innenstadt: Sie nutzten ein — so die Polizei — „stehtischartiges“ Konstrukt als Rammbock, den sie mit einem Auto die Eingangstür aus den Angeln stießen.

Foto: Stefan Fries

Diese Türöffnung gegen 6.50 Uhr verursachte entsprechend viel Lärm, der Anwohner aus den Betten riss. Sie sahen das Geschehen in der Fußgängerzone und alarmierten die Polizei. Die Täter stürmten das Geschäft mit Säcken, zerschlugen die Vitrinen und steckten eine größere Menge Schmuck im Wert einer sechsstelligen Summe ein. Der Sachschaden ist sei ebenfalls mindestens fünfstellig.

Nach ein bis zwei Minuten fuhren die Einbrecher mit ihrer Beute in ihrem Auto in Richtung Rolingswerth davon. Bei dem Auto handelt es sich vermutlich um einen silberfarbenen BMW der Fünfer-Reihe.

„Traurig ist so etwas“, sagt Geschäftsführer Halin Kasatoglu. Sein Chef sei immer noch geschockt. Halin Kasatoglu erfuhr in in der Türkei von dem Einbruch, ist über Nacht nach Deutschland zurückgeflogen.

Nicht nur die Eingangstür sei kaputt, berichtet er, sondern auch die Verkaufstheke und mehrere Vitrinen. Versicherung und Handwerker seien informiert, seit Montag seien sie mit Aufräumen beschäftigt. „Gott sei Dank haben sie nicht den gesamten Schmuck mitgenommen.“ Daher ist das Geschäft weiter geöffnet. Wie schnell alles wieder hergerichtet sein wird, sei nicht abzusehen: „Das hängt davon ab, wie schnell die Handwerker sind.“

Die vier Täter sollen circa 25 bis 30 Jahre alt sein, waren dunkel gekleidet, etwa 1,80 Meter groß und trugen Kopfbedeckungen. Die Polizei sucht nach Zeugen, die Angaben zum Fahrzeug und zu den Personen machen können. Hinweise nimmt sie unter der Rufnummer 2840 entgegen. kati

Mehr von Westdeutsche Zeitung