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Niederrhein-Pokal: Bittere Pokalpleite gegen Kreisligisten

Niederrhein-Pokal : Bittere Pokalpleite gegen Kreisligisten

Bezirksligist TSV Ronsdorf unterliegt im Niederrhein-Pokal mit 1:4 in Grevenbroich.

Eine Woche vor Saisonbeginn musste der TSV Ronsdorf im Niederrhein-Pokal vor rund 200 Zuschauern beim A-Kreisligisten 1. FC Grevenbroich-Süd eine schmerzliche 1:4 (0:1)-Niederlage hinnehmen. Besonders die Art und Weise des Auftritts seiner Mannschaft ärgerte TSV-Chefcoach Daniele Varveri maßlos: „Man kann verlieren, aber das war bei weitem die schlechteste Leistung meiner Mannschaft, seit ich Trainer bin.“

Bei den Zebras fehlte es auf der Rasensportanlage an der Grevenbroicher Hauptstraße von Beginn an allen Ecken und Enden. Tempo, Umschaltvermögen, Passgenauigkeit – Fehlanzeige. Die Gastgeber waren schnell in der Partie und besaßen bereits in den ersten zehn Minuten zwei Großchancen, von denen Justin Knackmuß im Ronsdorfer Tor eine zunichte machte, während der zweite Schuss am Tor vorbei strich.

In der elften Minute „klingelte“ es dann zum ersten Mal, nachdem sich die Wuppertaler erneut in der Vorwärtsbewegung einen Fehlpass geleistet hatten. Nach dem fälligen Freistoß war Marcel Woop per Kopf zur Stelle. Gegen die kompakt stehende Heimelf mühten sich Daniel Gordzielik und seine Vorderleute Rodrigue Deadwood, Ans Al Khalil und Anastasios Anastasiou vergeblich. Bereits in der Vorwoche hatten die Ronsdorfer bei der 0:7-Pleite gegen die U 19 des WSV mächtig gewackelt.

Noch vor der Pause musste Varveri zweimal umstellen, brachte für den verletzten Felix Heyder Leon Kocherscheidt (33.) und für Pascal Homberg Dennis Rau. Zu allem Überfluss sah Suleymane Diaby nach wiederholtem Foulspiel in der 41. Minute

Gelbrot. Dennoch nahmen sich die Zebras für die zweite Halbzeit einiges vor, kassierten aber acht Minuten nach Wiederanpfiff das 0:2 durch Tayfun Kula. Hoffnung keimte beim TSV auf, als Gordzielik nach einem Eckstoß von Al Khalil der Anschluss gelang (61.), doch nur zehn Minuten später erzielte Kula per Kopf das 3:1 gegen eine viel zu passiv verteidigende Varveri-Elf.

„Die Zuteilung stimmte nicht“, bemängelte der Ronsdorfer Übungsleiter. Zu häufig wollte seine Mannschaft ihr Heil durch die Mitte suchen und wurde ein ums andere Mal klassisch ausgekontert. Und auch das Rezept, mit langen Diagonalpässen auf die Außenpositionen zum Erfolg zu kommen, scheiterte. „Das war der zweite Weckruf. Ich hoffe, dass die Mannschaft bis zum Saisonstart am nächsten Wochenende aus den Fehlern lernen wird“, so Varveri. Das 1:4 markierte Patrick Drack zehn Minuten vor dem Abpfiff erneut nach einer Standardsituation per Kopf.