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Neuer Wohnraum in Meerbusch auf ehemaligem Bauhofgelände

Bauprojekt in Meerbusch : 40 Wohnungen des Projekts Parkterrassen sind bezugsfertig

In die vier Gebäude auf dem ehemaligen Bauhofgelände ziehen größtenteils Eigentümer. Die Wohnflächen liegen zwischen 50 und 186 Quadratmeter.

Auf dem ehemaligen Bauhofgelände der Stadt an der Moerser Straße sind nun alle drei Wohnprojekte fertiggestellt. Ende Oktober hat die Übergabe der 40 Wohungen des Projekts „Parkterrassen“ der Firma Kueppers Living an ihre Eigentümer begonnen.„60 Prozent der Wohnungen werden von den Eigentümern bezogen“, sagt Jörg E. Weitzel, Geschäftsführer der Krefelder Immobilienentwicklung. Von den zwischen 50 und 186 Quadratmeter großen Wohnungen würden vor allem die kleineren von Mietern bewohnt. Einige wenige Wohnungen seien noch zu vermieten. Die Käufer stammten größtenteils aus Büderich oder Meerbusch, ein anderer Teil aus dem Großraum Düsseldorf. Unter den rund 250 Bewohnern seien viele junge Menschen.

Bereits im Frühjahr waren insgesamt 66 Wohnungen vom Meerbuscher Bauverein und der Wohnungbaugesellschaft Viersen (GWG) bezogen worden. Die drei Investoren hatten sich zusammengetan, um gemeinsam das Gelände des ehemaligen städtischen Bauhofs zu kaufen und mit Wohnungen unterschiedlicher Preisklassen zu bebauen. Der Bauverein bietet 27 öffentlich geförderte Wohnungen an, die GWG 33. Kueppers Living richtet sich an das gehobene Preissegment mit höheren Geschossen und aufwändigerer Ausstattung, je nach den individuellen Vorstellungen. Während die Wohnungen des Bauvereins und der GWG an die Straße grenzen, liegen die vier Gebäude der Parkterrassen abseits davon am Anfang der Straße Auf dem Brühl. Im Innern bieten ein Wasserbecken und Bänke einen Ort zur Begegnung. Alle drei Wohngebiete werden über ein Blockheizkraftwerk mit Energie und Wärme versorgt. Auf einigen Dächern liefern Photovoltaikanlagen zusätzlich günstigen Mieterstrom. Jede Wohnanlage verfügt über eine eigene Tiefgarage. Die 53 Stellplätze in den Parkterrassen bieten die Möglichkeit zum Aufladen von Elektrofahrzeugen. Über die Kooperation mit Bauverein und GWG sagt Weitzel: „Das war eine super Zusammenarbeit, sehr kollegial.“ Er sieht darin durchaus ein Zukunftsmodell. Vor allem, wenn es um durchmischte Quartiere gehe mit 100 und mehr Wohnungen. Große Immobilienentwickler seien dann im Vorteil, kleinere lokale Unternehmen hätten aber auch Chancen, wenn sie sich zusammentun.

Nachdem der Bauhof 2010 nach Strümp umgezogen war, lag das Gelände brach. Pläne für den Bau von Wohnungen gab es schon länger, doch bei der ersten Ausschreibung gab es rechtliche Probleme, sodass ein zweiter Anlauf nötig war, bei dem am Ende die Bietergemeinschaft den Zuschlag bekam.