Verdächtige Beobachtungen im Rhein-Kreis Neuss Polizei gibt Tipps, wie Kinder gefährliche Situationen vermeiden

Meerbusch · Im Internet kursieren Hinweise, dass Kinder von Fremden angesprochen werden. Die Polizei geht dem nach und rät Eltern, richtiges Verhalten zu üben.

 In den sozialen Medien wird von Personen berichtet, die fremde Kinder angesprochen haben sollen.

In den sozialen Medien wird von Personen berichtet, die fremde Kinder angesprochen haben sollen.

Foto: dpa/Julian Stratenschulte

(dsch) Der Polizei im Rhein-Kreis Neuss liegen derzeit Mitteilungen über ein verdächtiges Ansprechen von Kindern vor. In den sozialen Netzwerken wird aus mehreren Städten vor Personen gewarnt, die Kinder ansprechen, vermutlich mit der Absicht, sie zu entführen. „Jeder dieser Hinweise wird ernst genommen und gewissenhaft bearbeitet“, heißt es von der Polizei.

Die Beamten warnen jedoch auch: In den sozialen Netzwerken können sich auch gut gemeinte Warnungen und Informationen schnell verbreiten und zu ungewollter Panikmache führen. Die Polizei bittet daher um Zurückhaltung bei der Weitergabe solcher Hinweise, um keine Spekulationen zu verbreiten. „Das Teilen unbestätigter Informationen kann zu Missverständnissen und Fehlinformationen führen“, warnen die Beamten.

Rat zum gesunden Misstrauen
bei unbekannten Quellen

Gerade bei unbekannten Quellen sollten Nutzer ein gesundes Misstrauen an den Tag legen. Vor dem Verbreiten sollten Informationen stets geprüft werden, um Desinformation und allgemeine Angst zu vermeiden. Die Sorge um die Sicherheit der Kinder sei verständlich, allerdings sei es auch im Interesse der jungen Bürger, Ruhe zu bewahren und diese nicht zu verängstigen.

In diesem Zusammenhang gibt die Polizei Tipps, die mit Kindern besprochen werden können, damit diese sich im Falle einer gefährlichen Begegnung richtig verhalten können. So sollten Kinder dazu angehalten werden, Wege nicht allein, sondern mit einem Freund oder Klassenkameraden zu gehen, zudem sollten zur Schule und in der Freizeit möglichst die selben Wege genutzt werden, auf denen sich die Kinder auskennen. Dort können die Eltern ihnen auch Geschäfte zeigen, in denen sie im Notfall Hilfe bekommen.

Auch Erwachsenen gegenüber sollten Kinder laut und bestimmt äußern, wenn sie etwas nicht wollen, etwa laut rufen: „Lassen Sie mich in Ruhe!“ Zudem sollen Kinder auf keinen Fall an Fahrzeuge herantreten – Fragen von Autofahrern können Erwachsene beantworten.

Wenn ein Kind sich bedroht fühlt, soll es auf sich aufmerksam machen, schreien und zu anderen Personen – auch anderen Kindern, falls keine Erwachsenen vor Ort sind – gehen. In einer Gefahrensituation sei Weglaufen nicht feige. Wenn etwas Verdächtiges auffalle, sollten Kinder sofort Eltern oder Lehrer informieren. Im Notfall könne jederzeit die Nummer 110 gewählt werden, um die Polizei zu verständigen. Weitere Informationen gibt es unter:

www.rhein-kreis-neuss.polizei.nrw/artikel/
verdaechtiges-ansprechen-von-kindern-1

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