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Polizei-Einsatz gegen Rocker in Mönchengladbacher Altstadt

Polizei-Einsatz gegen Rocker in Mönchengladbacher Altstadt

Nach einem Hinweis auf einen möglichen weiteren verabredeten Kampf in der Altstadt suchte ein Hubschrauber nach einem Versammlungsort.

Mönchengladbach. Mit einem schnellen und großen Einsatz ist die Polizei in der Nacht zu Sonntag einem Hinweis auf einen möglichen weiteren verabredeten Kampf von Hells Angels und Bandidos in der Gladbacher Altstadt nachgegangen. Über die Herkunft dieses Hinweises macht die Polizei keine Angaben. Aber immerhin war der Tippgeber so ernst zu nehmen, dass Polizeikräfte nicht nur aus Mönchengladbach, sondern schnellstmöglich auch aus Viersen, Krefeld, Düsseldorf, Neuss, Heinsberg und Aachen hinzugezogen wurden.

Nicht zuletzt um eine erneute Auseinandersetzung zwischen den rivalisierenden Rockergruppen zu verhindern, waren rund 60 Beamte im Einsatz, deren Sammelplatz diesmal direkt auf dem Kapuzinerplatz lag. In der Nacht der Massenschlägerei zwischen Hells Angels und Bandidos im Januar war der noch am ehemaligen Stadttheater an der Hindenburgstraße gewesen. „Aber wir wollen denen keine Möglichkeit geben, sich auf uns einzustellen“, sagte ein Polizeisprecher.

Auch ein Polizeihubschrauber wurde zwischen ein und zwei Uhr eingesetzt, um den möglichen Versammlungsort der Rocker zu finden. Immer wieder gingen deshalb Anrufe besorgter oder generveter Anwohner, die aus ihrem Schlaf geholt wurden, bei der Polizei ein.

Aber auch der Hubschrauber hatte bei seinem Flug über die Gladbacher Innenstadt keinen Erfolg. Der Polizeieinsatz, der um 23.50 Uhr begonnen hatte, wurde schließlich um 4.30 Uhr beendet. „Es hat offensichtlich kein Treffen gegeben“, so die Bilanz der Polizei. Ob der Hinweis falsch war oder sich die Szene von dem großen Polizeiaufgebot abgeschreckt gefühlt hatte, sei reine Spekulation. Klar sei, dass man aus „Vorsorge“ jederzeit wieder so reagieren werde. „Wir werden jedem Hinweis nachgehen“, so ein Polizeisprecher, „wir wollen hier nicht am Ende Tote haben.“

Bei der Massenschlägerei in der Nacht vom 21. auf den 22. Januar zwischen den betreffenden Rockergruppen waren Dutzende Beteiligte zum größten Teil mit gefährlichen Waffen aufeinander losgegangen. Zwei Männer waren dabei lebensgefährlich verletzt worden. Die Ermittlungen der Mönchengladbacher Polizei dauern noch an. Dazu wird auch umfangreiches Filmmaterial aus den Überwachungskameras in der Altstadt ausgewertet.