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Polizei: Wem gehört die Beute?

Polizei: Wem gehört die Beute?

Zwei höchst aktive Einbrecher sind der Polizei ins Netz gegangen. Es werden weitere Opfer gesucht.

Mönchengladbach. Zwei Serieneinbrecher, die in Gladbach, Düsseldorf, Köln, Leverkusen, Essen, Solingen, Bergisch-Gladbach und im Rhein-Sieg- und Rhein-Erft-Kreis große Beute machten, sitzen in Haft. Bisher hat die Polizei 170 Laptops, Kameras, Handys, Schmuck- und Kleidungsstücke sowie Geld sichergestellt. Gesamtwert: rund 90 000 Euro.

Doch die Ermittler aus Bergisch Gladbach, in deren Fokus nach zahlreichen ähnlichen Taten zwei 23 und 40 Jahre alte Chilenen gerieten, gehen von einer weit höheren Summe aus. Sie rechnen mit vielen weiteren Tatorten, die von den beiden Männern und Komplizen aufgesucht wurden. Die zwei sollen Teil einer Bande sein.

Das Duo, das ein Hotelzimmer in Köln-Kalk hatte und von Beamten beobachtet wurde, war kurz nach einem Einbruch in der Domstadt in einer Straßenbahn festgenommen worden.

Das war bereits am 10. Februar. Seitdem laufen die Ermittlungen weiter auf Hochtouren. Denn der Inhalt der Pakete, die die Polizei im Kölner Hotelzimmer fand und die an die Heimatanschriften der Chilenen adressiert waren, konnte noch nicht allen Besitzern zugeordnet werden.

Sicher ist die Polizei, dass die Männer für einen Einbruch in ein Einfamilienhaus an der Stiegerfeldstraße und einen versuchten Einbruch in ein Haus am Grasfreed in Mönchengladbach am letzten Januarwochenende verantwortlich sind. Am Stiegerfeld wurden zwei Laptops, zwei MP3-Player, zwei Smartphones, Schmuck und einige hundert Euro erbeutet.

Peter Raubuch, Polizeisprecher in Bergisch-Gladbach, hält es für unwahrscheinlich, dass die Einbrecher nur für diese zwei Fälle extra nach Mönchengladbach reisten. „Wir suchen dringend weitere Tatorte. Wer Anfang des Jahres Opfer von Einbrüchen wurde, die ungeklärt sind, kann sich an uns wenden.“ Auf Anfrage werden Beute-Fotos zugeschickt.

Kontakt zu den Bürozeiten unter: Tel. 02202/2050.