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Caritas: 187 000 Stunden freiwillige Arbeit

Caritas: 187 000 Stunden freiwillige Arbeit

Seit 15 Jahren vermittelt das Freiwilligenzentrum Bürger mit großem Erfolg in Ehrenämter.

Mönchengladbach. Anne Embscher hat die richtige Aufgabe gefunden: Sie arbeitet einmal in der Woche in der Hausaufgabenbetreuung der Carl-Sonnenschein-Grundschule. „Ich fühle mich da sehr wohl“, sagt sie. Anne Embscher gehört zu den rund 1600 Freiwilligen, die das Freiwilligenzentrum in den vergangenen 15 Jahren vermittelt hat.

Die Einrichtung der Caritas in Rheydt war bundesweit eines der ersten Freiwilligenzentren. Diese sind Schnittstelle zwischen am Ehrenamt interessierten Bürgern und sozialen Einrichtungen, die Helfer suchen. Auch Unternehmen, die sich sozial engagieren wollen, werden beraten.

„Der Besuchsdienst im Altenheim ist immer noch der Klassiker“, erklärt Angela Mirbach, Beraterin im Freiwilligenzentrum. Schwieriger sei es dagegen, den Hausnotruf der Caritas mit Freiwilligen zu besetzen. Dennoch: „Es gibt eine hohe Bereitschaft zu ehrenamtlichem Engagement in der Bevölkerung“, stellt Caritas-Geschäftsführer Frank Polixa fest.

Insgesamt haben die Freiwilligen, die von der Caritas-Einrichtung vermittelt wurden, in 15 Jahren mehr als 187 000 Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet — das entspricht der jährlichen Arbeitsleistung von fast 120 Vollzeitmitarbeitern in einem Unternehmen.

In 15 Jahren gab es zahlreiche Projekte. Das Funambulus-Projekt beispielsweise — Menschen mit psychischer Erkrankung wurden in ehrenamtliche Tätigkeiten vermittelt — erregte bundesweit Aufsehen. „Die Arbeit wirkte sich auch gesundheitlich positiv auf die Menschen aus“, sagt Aloys Bushuven, der Leiter des Freiwilligenzentrums.

Für den kommenden Herbst gibt es neue Pläne. Gemeinsam mit anderen Organisationen soll ein Marktplatz organisiert werden, um Vereine und Unternehmen zusammenzubringen. „Vielleicht braucht ein Unternehmen eine Kinderbetreuung für den Tag der Offenen Tür und bietet einem Kindergarten im Gegenzug die Neugestaltung des Gartens an“, hofft Bushuven.