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Klimaschutz: Kempener Verwaltung füllt den Masterplan

Aus dem Rathaus : Klimaschutz: Verwaltung füllt den Masterplan

Die Kempener Stadtverwaltung will mehrere Forderungen der Grünen erst im Zuge der Masterplan-Beratung diskutieren.

Als eine Mehrheit von CDU und FDP im Stadtrat im Juli die Ausrufung des Klimanotstands verhindert hat, reagierte die Fraktion der Grünen schnell. Bereits wenige Tage nach der Ratssitzung hatte Bürgermeister Volker Rübo (CDU) ein Füllhorn an Anträgen zum Klimaschutz in Kempen auf dem Tisch. Zudem gab es einen gemeinsamen Antrag von Grünen, SPD und den Linken zur Einstellung eines Nachhaltigkeitsmanagers. Nun werden die Anträge am Dienstag im Ausschuss für Umwelt, Planung und Klimaschutz (UPK) thematisiert. Wobei: Geht es nach der Verwaltung soll (noch) nicht allzu lange über die Grünen-Anträge diskutiert werden. Die Belange, die den Klimaschutz in Kempen angehen, gehören aus Sicht der Verwaltung in die Überlegungen zum sogenannten Masterplan. Diesen zu entwickeln, das hatten CDU und FDP anstelle des Notstands ausgerufen.

Denn in der Entwicklung dieses Masterplans geht es den Ideengebern darum, viele einzelne Maßnahmen zum Klimaschutz vor Ort zu sammeln und zu priorisieren. Und auch, wenn es den Grünen nicht schmecken wird, sollen ihre diversen Anträge nun ist das Masterplan-Paket gesteckt und dann zu einem späteren Zeitpunkt diskutiert werden.

Da wäre zum Beispiel die Erstellung eines kommunalen Mobilitätskonzeptes, in dem die Grünen Kernthemen wie ÖPNV,
Fuß- und Radverkehr sowie Verkehrsberuhigung auf neue Wege gebracht haben wollen. Oder der Antrag auf Installation weiterer Ladesäulen für Elektrofahrzeuge. Oder eben jener schon erwähnten Nachhaltigkeitsmanager, den die Stadt aus Sicht von SPD, Grünen und Linken einstellen soll. Oder die sogenannte Gründachstrategie der Stadt Kempen. Zu diesen und weiteren Anträgen empfiehlt die Verwaltungsspitze in der Ausschussvorlage sinngemäß immer dasselbe Vorgehen: „Im Rahmen des Masterplanprozesses Klimaschutz soll das Thema erörtert werden. Die Entscheidung wird so lange zurückgestellt.“

Keine Zeit verlieren will die Stadt Kempen indes bei einem Nachpflanzungskonzept für die Bäume, die der Trockenheit in den vergangenen beiden Sommern zum Opfer gefallen sind bzw. wohl noch werden. Die CDU hatte einen Antrag gestellt, nach dem dieses Konzept schnellstmöglich erstellt werden soll. Berücksichtigung finden sollen zudem sogenannte Blüh- und Schonstreifen auf städtischen Ausgleichsflächen. Laut Vorlage schließt sich die Verwaltung bei diesem Antrag dem Vorschlag der CDU an.

Die Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Planung und Klimaschutz (UPK) beginnt am Dienstag um 18 Uhr im Rathaus am Buttermarkt.