Mit Beamer und Touchscreen Freundeskreis investiert in Technik für die Kempener Stifte

Kempen · Der Freundes- und Förderkreis der Stiftung Hospital zum Heiligen Geist sorgt dafür, dass die Bewohnerinnen und Bewohner der Kempener Seniorenheime up to date bleiben. Spenden und Mitgliedsbeiträge machen das möglich.

 Am Care-Table können Senioren nicht nur Spiele spielen.

Am Care-Table können Senioren nicht nur Spiele spielen.

Foto: Norbert Prümen

(biro) In der Corona-Zeit wurden Tablets angeschafft, doch auf den kleinen Bildschirmen können Seniorinnen und Senioren nicht alles so gut erkennen. Viel besser lassen sich Filme und Fotos auf der großen Leinwand anschauen, die im St.-Peter-Stift an der Auguste-Tibus-Straße hängt. Per Beamer sind dort Übertragungen auf Leinwand möglich. Davon wird schon jetzt Gebrauch gemacht, und besonders freut man sich im St.-Peter-Stift auf die Fußball-Europameisterschaft im Sommer: Dann sollen die Spiele auf Leinwand übertragen werden.

Möglich wurde das durch den Freundes- und Förderkreis der Stiftung Hospital zum Heiligen Geist. Gegründet 1987, unterstützte der Verein lange Zeit das Hospital sowie die beiden Seniorenheime der Hospital-Stiftung. 2012 übernahm die Artemed-Gruppe das Krankenhaus, seither konzentriert sich der Freundes- und Förderkreis auf die beiden Seniorenheime. Und sorgt mit Hilfe von Spenden und Mitgliedsbeiträgen dafür, dass St.-Peter-Stift und Von-Broichhausen-Stift so manche Dinge erhalten, die das Leben für die Bewohnerinnen und Bewohner leichter machen und die man sonst nicht finanzieren könnte.

Dazu gehörte in der Vergangenheit auch allerhand Equipment für die ärztliche Versorgung im Seniorenheim. Unter anderem gibt es einen Zahnarztstuhl mit OP-Lampen, sodass Bewohner nicht für jede Behandlung zur Arztpraxis gefahren werden müssen. Ärzte kommen ins Haus, und diese können dort auch auf weitere Geräte zugreifen, die tragbar sind – für Sonografie, Röntgen und EKG, berichtet Elisabeth Seyrich, Vorsitzende des Vereins.

Zu den neuesten Anschaffungen gehört neben dem Beamer ein so genannten Care-Table. Das ist eine Art übergrößes Tablet. Über den Touchscreen können die Senioren wählen, ob sie etwa die Nachrichten anschauen, die Zeitung lesen oder etwas spielen wollen. Wischend lassen sich da beispielsweise Bilder freilegen. Es geht um Aktivierung, aber auch um Teilhabe, wie Jürgen Brockmeyer, Vorstandsvorsitzender der Hospital-Stiftung, erklärt. Den Care-Table etwa kann man im Gruppenraum gemeinsam nutzen, Pflegende können ihn aber auch zu einzelnen Bewohnern ins Zimmer rollen. Ohne den Einsatz des Vereins wäre das alles nicht möglich, sagt Brockmeyer. Um weitere Projekte stemmen zu können, freut sich der aktuell 195 Mitglieder starke Verein deshalb über weitere Unterstützer. Ansprechpartnerin ist Heike Horster, Telefon 02152 142356

(biro)
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