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Kempener Verwaltung will keinen Bestattungswald

Friedhöfe : Kempener Verwaltung will keinen Bestattungswald

Auf den städtischen Friedhöfen gebe es entsprechende Angebote. Daher sei ein SPD-Antrag nicht zielführend.

Die Bestattungskultur verändert sich – und das schon seit Jahren. Im Rahmen dieser Veränderungen hat die Kempener SPD nun eine neue Idee in den Ring geworfen. Per Antrag taten die Sozialdemokraten kund, dass sie sich in Kempen einen sogenannten Friedwald vorstellen können. Diese meist privatwirtschaftlich angebotene Bestattungsform gebe es bereits in anderen Kommunen. Auf entsprechenden Flächen sind in anderen Städten und Gemeinden Urnenbeisetzungen unter Bäumen möglich. Aus Sicht der SPD könnte man ein entsprechendes Projekt auch in Kempen voranbringen und dafür Flächen ausweisen (die WZ berichtete).

Die Verwaltung sieht das anders. Das wird aus der Vorlage für die Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Planung und Klimaschutz (UPK) am kommenden Dienstag deutlich. Das Grünflächenamt ist der Meinung, dass es entsprechende Angebote bereits auf städtischen Friedhöfen gibt. „Die bestehenden kommunalen Friedhofsanlagen verfügen in Teilbereichen (insbesondere der Friedhof Berliner Allee) über einen attraktiven Altbaumbestand, der in der Friedhofsentwicklungsplanung (Beschluss der Friedhofsentwicklungsplanung im zuständigen Ausschuss für Umwelt, Planung und Klimaschutz erfolgte am 02. Februar 2015) für die Einrichtung eines speziellen Baumgrabangebotes vorgeschlagen und anschließend realisiert wurde“, heißt es in der Vorlage für die Sitzung. „Die Zielsetzung ist, der einheimischen Bevölkerung damit ein Angebot zu unterbreiten, welches eine Abwanderung in einen Bestattungswald überflüssig macht.“

Das bestehende kommunale Angebot könne all das, was Bestattungswälder zu bieten haben, so die Stadt Kempen: Entpflichtung von der Grabpflege, alternative Bestattungsformen, einfache Zugänglichkeit, Möglichkeit einer attraktiven Namenskennzeichnung sowie Möglichkeit einer Blumenschmuckablage.

Daher hält die Verwaltung es nicht für sinnvoll, für privatwirtschaftliche Anbieter Flächen zu schaffen und so eine Konkurrenz zu den öffentlichen Angeboten herzustellen.

(tkl)