Wülfrath : Vier Blaulichtfahrten als Test

Wenn der provisorische Kreisverkehr ab Mai umgebaut wird, werden Straßen gesperrt. Hält die Wehr die Hilfsfrist?

Die Zeit drängt. Ab Mai soll das aus dem Jahr 2000 stammende Provisorium des Kreisverkehrs an der Mettmanner Straße/Flandersbacher Straße endlich einem echten weichen. Die Asphaltdecke inklusive Zufahrtsästen wird dabei laut Landesbetrieb Straßen.NRW komplett ausgetauscht. Die Fläche wird entsiegelt, mit Erde aufgefüllt und bepflanzt. Das Problem dabei: Im Rahmen dieser Arbeiten müssen sowohl die Straße Zur Löv als auch die Flandersbacher Straße monatelang gesperrt werden (die WZ berichtete).

Für die Freiwillige Feuerwehr stellt sich nun die Frage, ob die im Brandschutzbedarfsplan vorgeschriebene Hilfsfrist (acht Minuten) in Zeiten der bevorstehenden Straßensperrungen eingehalten werden kann. Um dies zu testen, waren Stadtbrandmeister Guido Großmann als Fahrer eines Löschzuges und der stellvertretende Stadtbrandmeister Christian Dohle als Zeitnehmer am Mittwoch bei vier Blaulichtfahrten im Einsatz. „Uns geht es bei diesen Probebefahrungen darum, zu ermitteln, wie viel Zeit wir durch Umwege länger brauchen“, sagte Guido Großmann im Gespräch mit der WZ. Los ging es um 16 Uhr, weil zu dieser Zeit der Berufsverkehr zunimmt. Die Bevölkerung wurde spät informiert, dass die Testfahrten stattfinden. „Wir haben nichts davon, wenn alle Autofahrer von vornherein an die Seite fahren“, erklärte Christian Dohle. Im Ernstfall gebe es auch keine Vorwarnung. Die Bedingungen der Testfahrten sollten so realistisch wie möglich ausfallen.

„Wir probieren vier Routen aus, alle mit dem Ziel Flandersbach und Rohdenhaus“, sagte der Stadtbrandmeister. Unter anderem ging es über die Mettmanner Straße, Alte Ratinger Landstraße, die Meisersberger Straße und die Rohdenhauser Straße. Die Ergebnisse werden heute anlässlich einer Besprechung mit Vertretern von Straßen.NRW benötigt.