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TuS Hilden verlängert mit Nadine Homann

Basketball : Nadine Homann bleibt Coach des TuS Hilden

Der Basketball-Oberligist verlängerte den Vertrag mit der 38-Jährigen und stellt so die Weichen für eine dritte Saison mit der B-Lizenz-Inhaberin. Ihre Mannschaft bejubelte den vierten Sieg in Serie.

Mit dem vierten Sieg in Folge festigten die Basketballer des TuS Hilden den vierten Platz in der Oberliga. Sie setzten sich mit 93:85 (57:46) gegen die TSG Solingendurch. Bereits im Hinspiel dominierten die Hildener das Derby (85:60), knapper fiel zumindest das Ergebnis im Rückrunden-Duell in der Itterstadt aus, doch auch diesmal hatte die Mannschaft von Nadine Homann die Begegnung über weite Strecken im Griff, ließ erst im letzten Viertel die Zügel schleifen.

Für einen tollen Start der Gastgeber sorgten die erfahrenen Kräfte Marcus McLaurin und Mustafa Al-Baghdadi, die in den ersten zwei Minuten mit drei Dreiern hintereinander zur 9:0-Führung die Partie eröffneten und in den nächsten 60 Sekunden zum 14:4 (3.) trafen. Es war ein furioser Auftakt für die Partie, der das Selbstbewusstsein nährte. Auch in der Folge setzte sich das Duo immer wieder an der Drei-Punkte-Linie in Szene – am Ende kam der 29-jährige Baghdadi auf acht Dreier, der 32-jährige McLaurin immerhin auf vier erfolgreiche Versuche.

Nach sechs Minunten lagen die Hildener bereits mit 24:9 vorne, profitierten dabei auch von der Zonendeckung der Solinger, die genügend Freiraum für die Distanzwürfe bot. „Mustafa ist ja ein sicherer Schütze, er stand viel frei und hatte einen Sahnetag“, lobte Trainer Nadine Homann den Top-Werfer des TuS, der letztlich 28 Punkte zum Erfolg beisteuerte. Bereits nach drei Miuten sahen sich die Solinger zur ersten Auszeit gezwungen, die aber wenig Änderung bewirkte. Erst in den letzten beiden Minuten des ersten Viertels nahm der TuS das Tempo etwas heraus und die TSG verkürzte auf 22:34.

„Leider haben wir es im zweiten Viertel verpasst, noch weiter davonzuziehen“, analysierte Homann und nannte auch den Grund: „Wir haben etwas nachlässig verteidigt. Und dann war die Mannschaft noch euphorisiert von der grandiosen Offensive im ersten Viertel und hat zu zaubern angefangen.“ Weil es in Abwehr und Angriff nun an der Konsequenz fehlte, gestalteten die Solinger den zweiten Abschnitt ausgeglichen. Gleichwohl behaupteten die Hildener zur Pause eine komfortable 57:46-Führung.

Nach dem Wiederanpfiff bauten die Hausherren ihren Vorsprung wieder auf 68:53 (27.) aus. Danach kam ein Bruch ins Spiel, weil der TuS zuviele Mannschaftsfouls auf dem Konto hatte und in der Folge die Solinger immer wieder Freiwürfe zugesprochen bekamen. Eine wirkliche Aufholjagd konnten sie mit einer durchwachsen Trefferquote aber nicht starten.

Mit einem 78:61-Polster gingen die Hildener in den Schlussabschnitt. Diesmal standen die ersten drei Minuten ganz im Zeichen der TSG die auf 67:78 verkürzte. „Da haben wir etwas geschlafen“, konstatierte Homann. Eine Minute vor dem Abpfiff schrumpfte der Hildener Vorsprung gar auf vier Punkte (89:85). Den Schlusspunkt setzte Max Staschik, der mit zwei Freiwürfen und einem Feldkorb wieder auf 93:85 erhöhte. „In den letzten drei, vier Minuten hatten wir kein Teamplay mehr, haben zu langsam verteidigt. Die Kommunikation war schlecht und es gab zu viele individuelle Fehler“, kritisierte die TuS-Trainerin.

Nächsten Samstag treffen die Hildener auf das Schlusslicht BG Duisburg-West, danach kommt der Viertletzte BG Kamp-Lintfort II. Undankbare Aufgaben, findet Nadine Homann: „Das sind Mannschaften, die im Abstiegskampf sehr körperbetont agieren. Und dann ist es schwer, von diesem spielerisch schlechten Niveau wieder auf die Klasse der Top-Mannschaften umzuschalten.“ Anschließend geht es für ihr Team nämlich erst gegen den Tabellenzweiten TV Jahn Königshardt und dann gegen Spitzenreiter TG Düsseldorf.

Noch fünf Spieltage sind in der Oberliga zu absolvieren. Schon jetzt stellt der TuS die Weichen für die neue Saison. Dann geht Nadine Homann in ihr drittes Trainerjahr in Hilden. Für Abteilungsleiter Thorsten Züchner die richtige Wahl. „Sie hat die Mannschaft im Griff, ist sehr ehrgeizig und sehr erfolgreich“,sagt er. Homann betont: „Ich bin mit dem Umfeld zufrieden.“ Die 38-Jährige erläutert: „Es gibt genügend positives Feedback, sonst hätten wir nicht einen so großen Kader. Der Verein hat viele Jugendmannschaften, ist gut organisiert und familiär.“ Schon in dieser Saison freute sich die Trainerin über die Weiterentwicklung des Oberliga-Teams, die sie in der nächsten Saison weiter vorantreiben will. Erneut heißt das Ziel: „Oben mitspielen.“ Und vielleicht den Aufstieg in die Zweite Regionalliga realisieren. „Wir haben dafür die richtige Halle und das richtige Umfeld. Für die Jugend wäre es doch schön, Regionalliga-Spieler als Vorbild zu haben und vielleicht kommt dann auch noch die eine oder andere Verstärkung aus anderen Vereinen zu uns.“ In dieser Saison gilt es, Rang vier zu halten. Zu mehr langt es wohl nicht, auch wenn das Nadine Homann doch etwas ärgert. „Vielleicht steigen auch der Zweite oder Dritte auf“, sagt sie.

Mettmanner wahrten das Polster von vier Punkten zum TuS Hilden

Mit einem 90:79 (45:31)-Sieg gegen den SV Alte Freunde Düsseldorf wahrten die Basketballer von ME-Sport das Vier-Punkte-Polster zum Lokalrivalen TuS Hilden, der den vierten Platz belegt. Die Mettmanner hingegen stehen auf Rang drei – und damit in Lauerstellung zum Führungsduo. Die Überraschung des Spieltages war sicherlich die Niederlage des Tabellenzweiten TV Jahn Königshardt in eigener Halle gegen den Drittletzten Kaarst-Büttgen. „Ein kleines Grinsen konnten wir uns nicht verkneifen“, gestand Timo Vogt. Zugleich aber betonte der Sprecher der Mettmanner Mannschaft: „Wir schauen weiterhin nur auf uns.“ Eine Marschrichtung, mit der der Aufsteiger zuletzt zwei Siege in Folge einfuhr. Dadurch zog ME-Sport nach Punkten mit dem Rivalen gleich, hat allerdings durch die beiden Niederlagen gegen Königshardt im direkten Vergleich das Nachsehen.

Aufgrund von Verletzungen und Krankheit traten die Mettmanner mit einer Rumpftruppe zum Heimspiel gegen den Tabellenachten Alte Freunde an. Das Hinspiel gewann die Mannschaft von Peter Lux mit 87:77, wollte diesen Erfolg nun wiederholen. Bereits im ersten Viertel unterstrichen die Hausherren ihre Ambitionen, als sie auf 13:4 (3.) davonzogen. Doch die Düsseldorfer konterten und verkürzten auf 17:21 (6.). Ende des Abschnitts hatte das Lux-Team mit 28:19 wieder deutlich die Nase vorn. Das lag auch am Wurfpech der Gäste, die mit den Körben in der Halle an der Flurstraße nicht klar kamen. Im zweiten Durchgang setzten sich die Mettmanner auf 45:27 ab, ehe Düsseldorf zur Pause auf 31:45 verkürzte.

Danach zogen die Gastgeber wieder auf 54:37 (24.) davon und führten Ende des dritten Viertels mit 75:50. Im Schlussabschnitt setzten jedoch plötzlich die Düsseldorfer die Akzente. Nach dem 54:77-Rückstand (31.) starteten sie eine Aufholjagd und arbeiteten sich bis auf 65:77 (34.) und 67:69 (36.) heran. In der Folge blieb Spannung in der Partie. „Ausnahmsweise hatten wir diesemal eine gute Freiwurfquote“, nannte Timo Vogt später einen Grund, weshalb die Gäste die Wende nicht schafften. Dazu hatten die Mettmanner mit Maciek Renka, Fabian Berens und Vogt selbst starke Werfer in ihren Reihen. In der Schlussminute schmolz der Vorsprung auf 86:77, dann traf ME‑Sport bei vier von sechs Freiwürfen und machte alles klar.