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Mettmann: Bürgerbus-Verein sucht Fahrer

Mettmann : Unterstützung für Bürgerbus gesucht

Das Konzept für den Mettmanner Bürgerbus ist fertig. Es werden dringend Fahrer benötigt.

Das Konzept Bürgerbus scheint auf große Resonanz zu stoßen. Denn als jetzt zu einer weiteren Besprechung über praktische Umsetzung des theoretischen Konzepts debattiert wurde, blieb im Haus St. Elisabeth – später einmal Haltepunkt besagten Bürgerbusses – kein Platz frei. Top-Thema: Es werden weitere ehrenamtliche Fahrer gesucht.

„Ich habe zwar schon sehr viele auf der Liste, aber manche können nur am Wochenende, weil sie berufstätig sind, andere schaffen wohl die Gesundheitsprüfung nicht“, erklärt Klaus Bartel, Geschäftsführer des Bürgerbusvereins. Nun organisiert der Verein zur Werbung in eigener Sache Infostände und Informationsabende, um für das Ehrenamt zu werben. „Würde jeder nur ein Mal im Monat fahren, brauchen wir 92 Fahrer“, rechnet Klaus Bartel vor. Der Verein strebt an, dass die Fahrer dreimal im Monat im Einsatz sind. „Unser Ziel ist es, 40 Fahrer zu bekommen“, erklärt der Geschäftsführer. Auf diese Weise könnten auch Urlaubs- und Krankheitszeiten problemlos überbrückt werden.

Damit die potentiellen zukünftigen Fahrer wissen, auf was sie sich einlassen, gab es aktuelle Informationen zur geplanten Buslinie, die eine Gesamtstrecke von 14,7 Kilometern mit 44 Haltestellen umfasst. „Im Abstand von 200 bis 300 Metern“, sollen sich diese befinden, wie der Vorsitzende Bodo Nowodworski sagte. Die Umlaufzeit beträgt ungefähr 90 Minuten. Somit fährt der Bürgerbus alle eineinhalb Stunden und soll von Montag bis Freitag ab 8 Uhr siebenmal starten, am Samstag dreimal.

 Bodo Nowodworski erklärte interessierten Bürgern das Konzept für den neuen Mettmanner Bürgerbus.
Bodo Nowodworski erklärte interessierten Bürgern das Konzept für den neuen Mettmanner Bürgerbus. Foto: Köhlen, Stephan (teph)

Die Bürger lauschen gebannt. „Ich beobachte das seit einem halben Jahr“, erzählt Gerd Növermann, „der Verein ist sehr engagiert. Auch durch die Presse ist schon einiges gegangen.“ Gerd Növermann ist prädestiniert für eine Tätigkeit als Fahrer des Bürgerbusses, leitete er doch selbst ein alteingesessenes Busunternehmen. „Ich bin jetzt vier Jahre im Unruhestand gewesen und habe beschlossen, mich hier zu engagieren.“

Die Idee für den Bürgerbus
kommt in Mettmann gut an

Mit einem Lächeln fügt er hinzu: „Mal sehen, ob hier etwas für mich zu tun ist.“ Jürgen Torner hat von der Infoveranstaltung durch die Presse erfahren. „In Erkrath funktioniert der Bürgerbus ja gut“, sagt er. Eine ehrenamtliche Tätigkeit als Busfahrer kann er sich gut vorstellen. „Das ist eine nette Abwechslung.“ In seiner Freizeit ist er auch schon größere Gefährte gefahren. „Wohnmobil“, meint er schmunzelnd. Eine Rentnerin ist ebenfalls gekommen. Sie will sich vor allem informieren. „Ich war neugierig, was hier los ist“, erklärt sie lächelnd. Von dem Bürgerbus hat sie schon einiges gelesen. Jürgen Gutt ist begeistert von der Bürgerbus-Idee. „Die Innenstadt ist für ältere Menschen schwer zu erreichen“, meint er. Durch den Bürgerbus würde die Mobilität für ältere Menschen erweitert werden. „In Erkrath ist der Bürgerbus ja schon länger sehr erfolgreich.“ Jürgen Gutt möchte sich auch gerne als Fahrer engagieren. „Ich fahre seit über fünfzig Jahren unfallfrei.“ Eine gute Voraussetzung. Im August soll der Bürgerbus an den Start gehen. Nun gilt es, bis dahin genügend Fahrer zu finden. Klaus Bartel ist zuversichtlich. „Wir werden noch weitere Info-Stände machen.“