Tödlicher Brand in Krefeld: Mordkommission ermittelt weiter

Spinnereistraße : Tödlicher Brand in Krefeld: Mordkommission ermittelt weiter

Auch nachdem eine Belohnung ausgesetzt wurde, fehlt noch eine vielversprechende Spur. Ehemalige Bewohner des zerstörten Hauses wurden teilweise mithilfe der Stadt untergebracht.

Die Mordkommission ermittelt weiter mit Hochdruck an der Aufklärung des tödlichen Brandes in der Nacht zum 12. September an der Spinnereistraße. Die Staatsanwaltschaft hatte in der vergangenen Woche eine Belohnung in Höhe von 5000 Euro festgesetzt für sachdienliche Hinweise, die zur der Aufklärung der Tat und Ergreifung der Täter führen. Eine vielversprechende Spur gibt es aber auch drei Tage nach dieser Auslobung nicht. Hunderte Anwohner waren zudem befragt worden. Wie berichtet, war ein Ehepaar bei dem Feuer ums Leben gekommen.

Überhaupt ist weiterhin nicht geklärt, ob der Brand vorsätzlich oder fahrlässig entstanden ist. Dennoch schließt die Polizei den Zusammenhang zwischen einem Containerbrand in der selben Nacht an der Gladbacher Straße und dem Brand des Mehrfamilienhauses an der Spinnereistraße nicht aus. Eine Mann wurde dabei gefilmt, als er den Abfallcontainer auf dem Gelände der Firma Lidl mutmaßlich ansteckte. „Aufgrund der örtlichen und zeitlichen Nähe“ seien Ermittlungen der Polizei in diese Richtung „naheliegend“, sagte eine Sprecherin der Polizei gestern auf Anfrage. Beide Brandorte liegen 350 Meter auseinander. Das Feuer an der Spinnereistraße war um 2.55 Uhr gemeldet worden, der Containerbrand gegen 3 Uhr.

Offizielle Auskünfte über den Zustand des Gebäudes durch die Bauaufsicht gibt es derzeit nicht. Erste Ergebnisse könnten aber bald vorliegen, sagte eine Sprecherin der Stadt.

Wo die Menschen untergebracht sind, die in der Nacht ihr Dach über dem Kopf verloren hatten, ist nicht vollständig klar. Von den 20 in dem Gebäude gemeldeten Menschen überlebte ein Ehepaar den Brand nicht.

Lediglich fünf Menschen – eine Familie und zwei alleinstehende Männer – meldeten sich bei der Stadt, baten um Hilfe und wurden untergebracht. Von allen anderen fehlt der Stadt nach eigener Angabe der Hinweis, wo sie jetzt leben.

Für Hinweise wenden Sie sich bitte an die Polizei Krefeld unter der Rufnummer 02151-6340 oder per E-Mail an hinweise.krefeld@polizei.nrw.de

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