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Nach Führung: Fischeln verliert in Überzahl

Nach Führung: Fischeln verliert in Überzahl

Die Mannschaft von Trainer Josef Cherfi verspielt gegen Speldorf ein 1:0 leichtfertig. Niedmers muss ins Krankenhaus.

Fischeln. Fußball-Oberligist VfR Fischeln hat das verlegte Spiel gegen den VfB Speldorf mit 1:2 (0:0) verloren. Dabei hatten die Hausherren mit 1:0 geführt und waren am Ende in Überzahl.

Die Mannschaft von Trainer Josef Cherfi musste früh einen Schock verdauen: Innenverteidiger Henning Niedmers verdrehte sich in der 3. Spielminute böse das Knie, musste sogar ins Krankenhaus eingeliefert werden. Weil die etatmäßigen Innenverteidiger Stephan Heller und Stephan Maas verletzt fehlten, musste Cherfi weiter improvisieren, beorderte René Hebold in die Viererkette.

Trotzdem hatte die Heimelf optisch ein leichtes Übergewicht, kam jedenfalls etwas häufiger zum Abschluss als der Gegner aus Speldorf. Klare Möglichkeiten blieben allerdings vor beiden Gehäusen lange aus, die gut 100 Zuschauer am Kunstrasenplatz an der Kölner Straße sahen ein umkämpftes Spiel.

Erst kurz vor der Pause wurde es lebhafter: Speldorfs Munoz-Bonilla tauchte nach einem Konter frei vor Till Kohnen auf. Doch der VfR-Torhüter hatte keine Mühe, den Schlenzer-Versuch des gegnerischen Spielers zu entschärfen (40.). Drei Minuten später versuchte es Sven Kegel aus halblinker Position, doch sein Schuss prallte an den langen Pfosten.

In der 59. Minute war die Fischelner Führung perfekt: Der für Niedmers eingewechselte Stefan Linser staubte nach einem Freistoß von Michael Killich und einem Kopfball von Kevin Enke ab. Wenig später wurde es noch besser aus VfR-Sicht: Gästespieler Anil Ozan nach einer Notbremse die Rote Karte. Doch in Unterzahl glich Speldorf aus. Aus einem Ballverlust von Enke entwickelt sich ein Konter, den Carlos Penan abschließt.

Die Katastrophe folgte in der 87. Minute: Erneut ein Ballverlust in der Vorwärtsbewegung, Blerton Balaj bedankt sich zum 2:1 für die Gäste. Cherfi war entsprechend sauer: „Wir haben den Gegner durch dumme Fehler zurück ins Spiel gebracht. Das war heute sehr ernüchternd.“

Fischeln: Kohnen — Lingen, Enke, Niedmers (3. Hebold), Killich — Ergin, Hebold, Sonneveld, Breuer, Kegel (87. Grund)— Steiner