Cherfi muss improvisieren

Amern setzt in Kleve auf Angriff. Union Nettetal empfängt Viktoria Goch.

Krefeld. Josef Cherfi und sein Team haben in den vergangenen Jahren schon in einigen Situationen ihre Improvisationskünste beweisen müssen. Auch vor der Landesliga-Partie des VfR Fischeln beim GSV Moers ist noch nicht sicher, wer am Sonntag ab 14.15 Uhr die Abwehrkette des Tabellenzweiten überhaupt bilden wird.

Verletzungen machen den Krefeldern mal wieder zu schaffen. Auf Kapitän Stephan Maas (mindestens Muskelfaserriss), Christopher Feyen (Bänderdehnung und Knochenabsplitterung) sowie Simon Kuschel (Bänderverletzung) fallen laut Trainer Cherfi bis zur Winterpause aus — und damit auch für das Spitzenspiel gegen Kleve in einer Woche.

MRT-Untersuchungen sollen klären, ob die Blessuren eventuell sogar schlimmerer Natur sind. Nun meldete sich auch noch Außenverteidiger Stefan Linser angeschlagen. Die jungen Haktan Cakir und Görkem Kilic sollen aushelfen. „Die Offensive ist jedoch gut drauf. Wir fahren konzentriert nach Moers“, sagt Cherfi vor dem Duell mit dem Tabellenachten.

Die VSF Amern haben sich in der Fußball-Landesliga nach 13 Spieltagen eine gute Ausgangsposition geschaffen. Mit 25 Punkten rangiert das Team von Trainer Rainer Bruse auf dem fünften Tabellenplatz. Da kommt es wie gerufen, dass am Wochenende das Auswärtsspiel beim Ligaprimus 1. FC Kleve auf dem Programm steht.

„Für uns ist die Partie in Kleve ein absolutes Highlight der Saison. Dass die Tabellenkonstellation daraus auch noch ein kleines Topspiel macht, freut uns natürlich umso mehr“, sagt Bruse vor dem Spiel voller Selbstvertrauen. Dieses spiegelt sich auch in der Herangehensweise wider. „Wir werden mit vielen offensiven Spielern antreten und versuchen, Kleve früh unter Druck zu setzen. Alles andere würde auch nicht unserer Mentalität entsprechen“, erläutert Bruse.

Mit Baris Akkaya, Dominik Kleinen und Marcel Pütz fahren gleich drei Innenverteidiger nicht mit nach Kleve. Zudem fallen Andre Merkens, Axel Schumacher und Daniel Hank aus.

Der VfL Tönisberg empfängt das abgeschlagene Schlusslicht TuS Fichte Lintfort zum Heimspiel an der Schaephuysener Straße. Für die Schützlinge von Trainer Siggi Sonntag zählt dabei nur ein Sieg, will man vor der Winterpause noch Boden gut machen im Abstiegskampf.

„Unser Ziel ist es, sechs Punkte aus den nächsten beiden Partien zu holen. Deshalb brauchen wir gegen Lintfort unbedingt einen Sieg“, so der Übungsleiter. Gegen den Tabellenletzten, der bisher erst drei Zähler einfahren konnte, steht Sonntag fast der komplette Kader zur Verfügung. Lediglich Torben Wissen wird aus beruflichen Gründen nicht dabei sein. Der Rückstand auf Rang zehn, der in jedem Fall zum Klassenerhalt reichen würde, beträgt schon sieben Zähler.

Nach der Spielpause geht Union Nettetal am Sonntag (14.15 Uhr) gegen den SV Viktoria Goch in die letzte Phase der Rückrunde. Der Gegner kommt mit breiter Brust nach Nettetal, hat Goch doch vor zwei Wochen den 1. FC Mönchengladbach mit 4:0 geschlagen. Dieter Hußmanns ist dennoch zuversichtlich, dass seine Mannschaft das Spiel offen gestalten kann. „Goch hat eine ähnliche Mannschaft wie wir. Die Stärken liegen klar in der Offensive.“

In der spielfreien Woche hat Hußmanns seine Spieler ein wenig geschont. Michael Killich, Kevin Zülsdorf und Michael Enger konnten ihre leichten Verletzungen auskurieren. Ein Testspiel gegen die A-Jugend des KFC Uerdingen gewann Hußmanns’ Team mit 4:2, wobei vorwiegend junge Spieler zum Einsatz kamen. anle/spo/hoss/mcr

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