VfR Fischeln hat die Spitze im Blick

Krefelder müssen nach Amern, das noch ungeschlagen ist.

Krefeld. Unschöne Nachrichten haben das Trainergespann des VfR Fischeln unter der Woche erreicht. Der flexibel einsetzbare Defensivspieler Phillip Grund wird dem Fußball-Landesligisten durch einen Anriss des Innenbandes und des vorderen Kreuzbandes mehrere Monate fehlen. Zuletzt war der 21-Jährige jedoch nicht erste Wahl. Zudem erfordert der Bänderriss bei Daniel Lingen nun doch eine Operation.

Mehr Arbeit dürfte damit demnächst auf René Hebold, Ex-Spieler und heute beruflich Fitness-Trainer, warten. Hebold, der bei der U 23 von Schalke 04 hospitiert, schiebt schon länger mit VfR-Rekonvaleszenten Extra-Schichten. Auch Angreifer Ömer Uzbay profitierte in den vergangenen Wochen von den Übungen des ehemaligen Oberliga-Spielers.

Kevin Breuer, Fischelns und auch ligabester Torschütze, hat krankheitsbedingt mit dem Training ausgesetzt. Bis zum Spiel am Sonntag bei den noch ungeschlagenen VSF Amern hofft Trainer Josef Cherfi auf eine Genesung. Dann wird sich zeigen, ob dem in Hochform befindlichen VfR sogar der Sprung auf Platz eins gelingt.

Für die VSF Amern geht es Schlag auf Schlag. Nach den beiden 4:4-Remis gegen die SpVgg. Odenkirchen und den VfL Tönisberg steht für das Team von Trainer Rainer Bruse das Heimspiel gegen Top-Team VfR Fischeln an. „Für uns sind das jetzt sowas wie die Wochen der Wahrheit“, sagt Trainer Rainer Bruse, der von einem offensiven Spiel beider Mannschaften am Sonntag ausgeht. „Beide Mannschaften haben unheimlich Qualität in der Offensive. Fischeln ist klarer Favorit, schon wegen der individuellen Klasse. Trotzdem wollen wir diese Partie gewinnen und uns selbst beweisen, dass wir oben bleiben können.“ Dabei nicht mitwirken können der Gelb-Rot gesperrte Konstantinos Agathagelidis und Axel Schumacher (Urlaub). Der Einsatz von Max Kapell (Mandelentzündung) ist offen. Dafür drängt Kapitän Dominik Heythausen zurück ins Team.

Mit einem Sieg und zwei Unentschieden aus den vergangenen drei Partien zeigt die Formkurve des VfL Tönisberg deutlich nach oben. Mit dem 1. FC Mönchengladbach erwartet die Kempener allerdings eine schwere Aufgabe. Das weiß auch Trainer Siggi Sonntag. „Mönchengladbach verfügt über eine starke Mannschaft, gegen die wir von Beginn an dagegenhalten müssen“, sagt der Übungsleiter.

Union Nettetal trifft am Sonntag in Odenkirchen auf einen Mitaufsteiger. Viel mehr verbindet beide Clubs allerdings nicht: Die Spielvereinigung hat im vergangenen Jahr ihre Bezirksliga-Meisterschaft mit 30 Punkten Vorsprung gewonnen, Union schaffte den Aufstieg erst am letzten Spieltag. Und während Odenkirchen zu den Spitzenmannschaften in der Landesliga gehört, müssen die Nettetaler sich eher nach unten orientieren.

Nettetals Trainer Dieter Hußmanns sieht dennoch Chancen: „Es kann klappen, wenn wir nicht wieder zu viel Respekt haben. Das war das Problem gegen Fischeln. Wir waren zu ängstlich.“ Odenkirchen ist schon das vierte Top-Team in Folge, gegen das Union spielen muss. „Das wird noch einmal ein unangenehmer Gegner, aber danach müssen wir unbedingt wieder punkten“, sagt Hußmanns. „Im Moment kassieren wir zu viele Gegentore.“ anle/spo/hoss/mcr

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