In Moers soll im Frühjahr ein Leistungszentrum entstehen.

Zentrum : Olaf-Merkel-Stiftung will Tennis-Talente fördern

In Moers soll im Frühjahr ein Leistungszentrum entstehen.

Dirk Köster ist Vermögensverwalter, Mäzen und Tennisspieler. Der 57-Jährige ist als solcher mit seinem Finanzunternehmen Timberland Finance auch schon als Großsponsor für den Tennis-Bundesligisten Blau-Weiß Krefeld in Erscheinung getreten. Er will den Tennissport fördern und in die Jugend investieren. Da sei ihm die Idee gekommen. Zusammen mit Blau-Weiß-Teamchef Olaf Merkel und Klub-Trainer Ashley Mc Millan hat er die Olaf-Merkel-Stiftung ins Leben gerufen. Ein gemeinnütziger Verein, der hochveranlagten Nachwuchsspielern ein leistungsorientiertes Training bieten soll.

„Ich will gezielt fördern. Ich will, dass das Geld direkt ankommt bei den Jugendlichen“, sagt Köster. Olaf Merkel, der den Vorsitz haben wird im dreiköpfigen Vorstand des Stiftungsvereins, sagt: „Ich wurde mit ins Boot geholt. Ich befinde mich jetzt nach fast 50 Jahren der Trainertätigkeit auf der Zielgerade meiner Karriere. Ich will etwas zurückgeben.“

Im Tennis-Park Moers soll ab dem Frühjahr ein Leistungszentrum entstehen. Talente aus der Region Krefeld und auch dem Niederrhein sollen gegen Gebühr durch qualifizierte Trainer begleitet, gefördert und beraten werden. Ein international erfahrenes Trainerteam soll bis dahin bereitstehen. „Das wird das Herzstück der Stiftung sein“, sagt Merkel. Schule, Beruf und Leistungssport sollen miteinander verwoben werden. Mc Millan: „Wir finden, dass das Jugend-Tennis am Niederrhein nicht so gut ist im Vergleich mit anderen Verbänden.“ Merkel fügt an: „Das Niveau hängt hinterher.“ Der Deutsche Tennis Bund habe bei der Nachwuchsförderung in den „letzten 20 Jahren viele Entwicklungen verschlafen“, findet Olaf Merkel.

Es gelte in Zukunft, begabte Kinder, Jugendliche und deren Eltern für die Förderung zu gewinnen. Bis zu 40 Teilnehmer sollen im Frühjahr zum Auftakt dabei sein. „Wir wollen eine Nische schließen, mehr nicht“, sagt Dirk Köster. Das neue Angebot soll ausdrücklich nicht als Konkurrenz zu den Bezirkstrainings des Verbandes zu verstehen sein. „Ich wünsche mir eine gute Zusammenarbeit mit den Klubs“, sagt Merkel. Aus der Szene habe er schon viele positive Rückmeldungen vernommen. Nun gilt es für den Vorstand, auch finanzielle Unterstützung zu bekommen.

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