Aussetzer des TV Oppum bestraft - Königshof muss Sieg teuer bezahlen

Handball : Oppums Aussetzer bestraft

Regionalliga-Absteiger Adler Königshof verliert Simon Terhorst, gewinnt aber souverän beim TV Angermund.

Der Handball-Oberligist TV Oppum muss sich vor guter Kulisse im ersten Heimspiel gegen den Aufstiegsfavoriten LTV Wuppertal mit einem 28:28 (17:13)-Remis abfinden. Denn knapp fünf Minuten vor dem Schlusspfiff führte das Team von Trainer Ljubomir Cutura, nach dem dritten Treffer des Ex-Königshofer Kreisläufers Jochen Schellekens, noch mit 28:24. Bis dahin stand die Oppumer Abwehr vor Torwart Patrick Dönni sicher. Zudem erwischte Routinier Fabian Bednarzik einen guten Tag, verwandelte alle fünf Siebenmeter und erzielte insgesamt neun Tore. Einfach nichts deutete auf einen Punktverlust hin. Doch Wuppertal ließ nicht locker. Angeführt vom Ex-Leichlinger Drittliga-Torjäger David Kreckler, der als Spielertrainer fungiert, verkürzten die Gäste schnell auf 25:28. Danach nutzte das Team aus dem Bergischen eine Zweiminutenstrafe für den Oppumer Linksaußen Felix Sender in den beiden Schlussminuten eiskalt aus. So fiel neun Sekunden vor dem Abpfiff doch noch der Ausgleichstreffer zum schmeichelhaften Punktgewinn.

Trainer Cutura sagte: „Hätte Wuppertal mir vor dem Anpfiff einen Punkt angeboten, ich hätte eingewilligt. Doch wir haben uns mit dem kleinen Kader sehr gut geschlagen. Leider war die Chancenverwertung nicht gut, sonst wären beide Punkte hiergeblieben. Wuppertal spielt um den Aufstieg mit, dabei bleibe ich. Doch die Art und Weise, wie wir gespielt haben, macht Mut für die nächsten Aufgaben.“ Die Oppumer haben ein schweres Auftaktprogramm, denn am nächsten Sonntag, 29. September, um 17 Uhr wartet in Rheinhausen schon der Regionalliga-Absteiger und Tabellenführer Wölfe Nordrhein auf die Grün-Weißen.

Adler Königshof muss
Erfolg teuer bezahlen

Teuer bezahlen musste Regionalliga-Absteiger Adler Königshof den 34:29 Erfolg beim TV Angermund. Denn Spielmacher Simon Terhorst, gerade erst nach Operation und langer Pause wieder dabei, zog sich eine erneute Schulterverletzung zu. Trainer Marius Timofte war geschockt: „Das ist für die Mannschaft ein großer Verlust und für Simon ein schwerer Rückschlag, denn er hat sich trotz langer Pause gut in unser Spiel eingefunden.“

Die Königshofer Mannschaft, sichtlich aus dem Tritt gekommen, benötigte bis in die zweite Hälfte, um sich durchzusetzen. Doch innerhalb von nur neun Minuten bauten die Gäste den Vorsprung von 20:18 auf 25:19 aus. Timofte war zufrieden: „Das war eine sehr stabile Abwehrleistung mit einem sehr guten Torhüter Florian Lindenau dahinter.“ Am Sonntag, 29. September um 11.45 Uhr steigt bereits das erste Kreisderby beim bisher ungeschlagenen TV Lobberich, der bei der HSG Neuss-Düsseldorf II mit 31:27 gewinnen konnte.

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