Duell der Gegensätze: Teutonia St. Tönis erwartet Fischeln zum Derby

Fußball : St. Tönis erwartet Fischeln zum Derby

In der Landesliga ist der VfR am Sonntag klarer Außenseiter auf der Jahn-Anlage.

Es ist noch gar nicht so lange her, da war der VfR Fischeln so etwas wie die Nummer zwei im Fußballkreis hinter dem KFC Uerdingen. Bis auf Rang vier stießen die Krefelder im Frühsommer 2017 in der Oberliga vor. Zwei Jahre später haben sich die Kräfteverhältnisse verschoben. Die Teutonia aus St. Tönis schickt sich an, in dieser Saison in die Oberliga aufzusteigen. Und der VfR? Kämpft um den Klassenerhalt in der Landesliga und fährt als Außenseiter am Sonntag zum Duell der Gegensätze zur Jahn-Sportanlage.

Nur sieben Punkte hat die Mannschaft von Karl-Heinz Himmelmann bis heute gesammelt – in elf Spielen. Selbst mit einem Derbysieg würde Fischeln die Abstiegsregion nicht verlassen. Immerhin: Der 5:3-Erfolg in der Vorwoche gegen den Tabellendritten SC Kapellen-Erft macht Mut. „Es war für uns alle eine Befreiung. Es ist klar, dass St. Tönis der Favorit ist. Aber in der Liga haben wir auch als Letzter die Chance, den Zweiten zu schlagen“, sagt Obmann Ralf Rusbült. Kein Team hat weniger Treffer erzielt als der VfR (12). Einen Torjäger haben die Krefelder noch nicht gefunden. Die Mannschaft wurde im Sommer umgekrempelt, nur wenige Spieler blieben erhalten. Viele junge Spieler kamen hinzu, die woanders nicht unbedingt die Nummer eins waren und sich in der Landesliga beweisen wollen. Dazu wurde der Etat drastisch reduziert, dem Vernehmen nach um die Hälfte des Vorjahres. Himmelmann muss viel Aufbauarbeit leisten. Die fetten Jahre sind erst einmal vorbei. „Die Verhältnisse haben sich verschoben. Das ist aber kein Problem. Wir fahren trotzdem nicht dahin, um zu verlieren“, sagt Rusbült.

In St. Tönis sollen die fetten Jahre erst noch anstehen. Die Verantwortlichen äußerten vor der Saison erstmals Ansprüche, oben mitspielen zu wollen und verpflichteten zudem mit Kevin Breuer einen der Fischelner Erfolgsgaranten vergangener Tage.  Seine und andere Verpflichtungen waren ein deutlicher Fingerzeig hinsichtlich der ambitionierten Ziele. Tabellarisch steht die Mannschaft von Bekim Kastrati dort, wo sie sich auch am Saisonende gerne wiederfinden möchte, auf Rang zwei, einem Aufstiegsplatz. Allerdings wussten die St. Töniser auch nicht in jedem Spiel zu überzeugen, kamen beispielsweise gegen die SG Holzheim nicht über ein 2:2 hinaus. „Wir werden Fischeln nicht unterschätzen, müssen sie allerdings auch nicht größer machen, als sie sind“, so Kastrati, der sich auf das Nachbarschaftsduell freut: „Ich denke, es wird ein heißes Derby. Die Zuschauer werden sicherlich mit einem interessanten Spiel für ihr Kommen belohnt.“

Mehr von Westdeutsche Zeitung