Hundekotstationen: Die Tüte für die Duftmarke

Hundekotstationen: Die Tüte für die Duftmarke

Das Angebot an Hundekotstationen soll ausgebaut werden. Viele Halter lassen die Haufen liegen.

Krefeld. Der Hund gilt als der beste Freund des Menschen, als treuer Weggefährte und ständiger Begleiter. Doch die friedfertigen Tiere verpflichten auch. Viele Frauchen und Herrchen aus Krefeld sehen sich aber nicht in der Pflicht und lassen die Hundehaufen ihrer Vierbeiner regelmäßig auf Bürgersteigen oder Grünflächen liegen. „Viele von ihnen sind einfach zu faul“, sagt Frank Rühl, Hundetrainer und Sprecher der Krefelder Hundelobby.

Nach Beschluss der Politik baute die Stadt unter Beteiligung der Lobby 2010 fünf Hundekotstationen im Stadtgebiet auf. Das Pilotprojekt startete mit der Aufstellung von Kotstationen am deutschen Ring. Nach Abschluss der Aktion sollen 95 Stationen an unterschiedlichen Standorten in Krefeld errichtet sein. Aktuell gibt es 35. „Wir sind auf einem guten Weg. Die Stationen werden sehr gut angenommen“, sagt Rühl.

Allein die Behälter auf den verschiedenen Ringen und Wällen müssten dreimal in der Woche geleert und neue Tüten nachgefüllt werden. Seit Bestehen der Stationen wurden bereits 290 000 Tüten ausgetauscht. Für diese Aufgaben sind Mitarbeiter der GSAK zuständig.

Die Stationen werden in Bereichen aufgestellt, in denen Hundehalter und ihre Hunde häufig unterwegs sind. Darunter fallen insbesondere die Bereiche um die vier Ringe, sagt Rühl. Dennoch sind die Straßen und Grünflächen nicht überall sauberer geworden. „Es gibt immer noch Hundehalter, die jegliche Angebote ignorieren. Die wird es auch immer geben.“

Oftmals entschuldigen Frauchen und Herrchen ihre Faulheit mit fadenscheinigen Argumenten wie „Ich zahle doch Hundesteuer, warum soll ich dann den Dreck selbst wegmachen.“

Andere fühlen sich anscheinend nur tagsüber verpflichtet die Häufchen zu entfernen, erzählt Rühl. „Ich habe einmal eine Frau beobachtet, die mit ihrem Hund Gassi ging. Am hellichten Tag packte sie das Häufchen ihres Hundes ein, als ich die Frau noch einmal im Dunkeln antraf, ließ sie die Hinterlassenschaft ihres Vierbeiners einfach liegen.“