145 Teilnehmer suchten beim zweiten Krefelder Hackathon Lösungen.

Wettbewerb : Teams arbeiten 24 Stunden lang an kreativen Lösungen

145 Teilnehmer beim zweiten KReathon suchten für sechs Fragestellungen nach smarten Antworten.

Junge Leute, die am Wochenende die Nacht durchmachen. Das ist nichts ungewöhnliches und kann auch in Krefeld mal passieren. Doch statt durch die Clubs der Stadt zu ziehen, haben sich die 145 Teilnehmer des zweiten Krefelder-Hackathons, kurz „KReathon“, mit ganz anderen Themen beschäftigt. Aufgeteilt in 24 Teams, machten sich die kreativen Köpfe, die aus ganz Deutschland angereist waren, auf, für sechs aufgestellte Fragestellungen verschiedene Lösungen zu finden.

Es ging vor allem darum, die teils komplexen Aufgaben durch smarte Anwendungen und digitalgesteuerte Prozesse zu bearbeiten. Und so wurden in den Räumen der Hochschule Niederrhein innerhalb von nur 24 Stunden Apps und Webseiten programmiert, Softwareprodukte entwickelt und für nahezu jedes Problem eine Lösung gefunden.

Viele Komplimente für
großartige Ideen

Möglich gemacht haben das die SWK Krefeld, die in Zusammenarbeit mit dem Foto-Unternehmen Canon und der Hochschule die Veranstaltung auf die Beine gestellt haben. SWK-Vorstandssprecher Carsten Liedtke sagt: „Dieses Event ist das, was Krefeld braucht und das, was uns und die Stadt nach vorne bringt.“ Canon-Chef Rainer Führes ergänzt: „Wir sind belohnt worden mit großartigen Ideen. Wenn man bedenkt, wie lange Dinge in Unternehmen manchmal brauchen, bis sie reifen, und sieht, was hier in 24 Stunden entwickelt worden ist, dann kann man den Teams nur ein großes Kompliment aussprechen.“

Während manche schon in Gruppen angereist waren, kamen andere ganz alleine am Freitagnachmittag an der Hochschule an. Es dauerte nicht lange, bis sich die Teams fanden, die sich dann im Anschluss für eine der sechs zu bearbeitenden Challenges entschieden haben.

Bei der Herausforderung „Digi-Check“ sollte ein Tool entwickelt werden, das auf einen Blick zeigt, wie weit Unternehmen bereits digitalisiert sind und wo noch Möglichkeiten zur Optimierung lauern. Beim „Material-Tracker“ erarbeiteten die Teilnehmer eine Software, die den Materialfluss im Tiefbau verfolgt und einordnet, wo etwas verbaut wurde.

Jede Challenge wurde von Paten betreut, die jene Herausforderung mit konzipiert hatten und für Fragen zur Verfügung standen. Beim „Material-Tracker“ waren Daniel Mascia und Björn Maaßen von der NGN mit im Einsatz, die beim Blick auf die entwickelten Lösungen von echten „Gänsehaut-Momenten“ sprachen. Mascia: „Das ist der Wahnsinn, wenn man sieht, was die Jungs und Mädels hier entwickeln. Das sind teilweise fertige Konzepte, die so eins zu eins in der Praxis übernommen werden können und absolutes Marktpotenzial haben.“

Bereits bei der ersten Auflage im vergangenen Jahr wurden einige Projekte fortgeführt und später auch in der Praxis angewandt. Das gleiche Ziel gilt auch für die Ideen aus der diesjährigen Auflage.

Für die Teilnehmer bedeutete der zeitliche Rahmen vor allem eins: Wenig bis gar keinen Schlaf. Die ganze Nacht über wurde an den Ideen gearbeitet, die am Samstag dann in sogenannten „Pitches“ kurz präsentiert und anschließend von der Jury bewertet wurden.

Das Team „Öcher Trash“ entwickelte dabei eine Website, die eine effizientere Handhabung bei der Bestellung von Baustellen-Containern ermöglicht und einem mit nur wenigen Klicks aufzeigt, welche Größe die passende ist. Für Jannik Hellenkamp geht es neben der ganzen Arbeit vor allem auch um einen anderen Faktor: „Wir kamen alle aus Aachen, kannte uns aber vorher gar nicht. Dann haben wir uns gefunden, zusammengesetzt und im Team gearbeitet. Man lernt viele neue Leute kennen und es macht einfach Spaß,unter dem Zeitdruck auch ein wenig gefordert zu werden.“

Zum Sieg hat es für die Aachener Gruppe nicht gereicht, immerhin durften sich die sechs Jungs über den Sonderpreis freuen, der die gute Arbeit im Team belohnte. Den Sieg und das damit verbundene Preisgeld von 3000 Euro sammelten drei Studenten der Hochschule Niederrhein ein. Karin Erdmann, Yannik Cymek und Christoph Pallasch entwickelten einen Service für die Vermietung von Klimaanlagen.