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Tuifly stationiert Langstrecken-Jets in Düsseldorf

Flughafen : Flughafen erwartet gedämpftes Wachstum

Flughafen-Chef erwartet für die nächsten Jahre stagnierende Passagierzahlen.

Ab November wird es neue Langstreckenziele für Passagiere am Flughafen geben. Tuifly will zwei Boeing 787-8 Dreamliner stationieren, die die Dominikanische Republik sowie Mexiko anfliegen, um dort vor allem Hotels und Kreuzfahrtschiffe der Tui zu bedienen. Gute Nachrichten also für Thomas Schnalke, Vorsitzender der Flughafen-Geschäftsführung. „Ich bin mir sehr sicher, dass das Vorhaben unseres Partners Tuifly eine Erfolgsgeschichte werden wird.“

Er begründete diese Einschätzung mit der „wachsenden Mobilitätsnachfrage in der Bevölkerung. Beste Voraussetzungen also für die strategische Weiterentwicklung des Flugangebots.“

Die großen Wachstumssprünge für den Flughafen insgesamt wie in der Vergangenheit erwartet Schnalke allerdings für die nächsten Jahre nicht mehr. Das wurde am Donnerstagabend beim Neujahrsempfang des Flughafens vor rund 800 Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Luftverkehrsbranche, Nachbarschaft und Medien in der Eventlocation Airport Station deutlich. „Da sieht es nicht mehr so rosig aus“, sagte er.

Gründe könnten die Erhöhung der Luftverkehrssteuer sein, die Kapazitätsreduktion bei den Airlines, aber auch zunehmende Skepsis gegenüber Flugreisen aus Gründen des Klimaschutzes.

So sei eine mit Blick auf die Passagierzahlen eher stagnierende Entwicklung zu erwarten. Immerhin auf hohem Niveau. Denn 25,5 Millionen Passagiere hatte der Flughafen im vergangenen Jahr gezählt, so viele wie noch nie.

Auch auf die zunehmende Skepsis gegenüber Flugreisen kam Schnalke zu sprechen. So solle der CO2-Ausstoß am Flughafen bis 2030 halbiert und bis 2050 ganz heruntergefahren werden. 

Um diese Ziele zu erreichen, müsse jetzt ein Masterplan entwickelt werden. Nur so könne den Menschen die Sicherheit gegeben werden, dass sich keiner schämen müsse, wenn er sich in ein Flugzeug setze. ale