Interview: Marin Petric - „Ich kenne noch alle Wege“

Interview: Marin Petric - „Ich kenne noch alle Wege“

Nach der Pleite zum Start will Marin Petric als Rückkehrer und Assistenz-Trainer mit den komplett neuen Giants durchstarten.

Düsseldorf. Trainer Murat Didin hat in den vergangenen Tagen ein ordentliches Durcheinander veranstaltet beim Personal der Giants Düsseldorf. Da brauchen die Fans des Basketball-Bundesligisten sicherlich einige Zeit, bis sie sich an das komplett neue und mehrfach noch nachträglich veränderte Team gewöhnt haben.

Allerdings findet sich auch ein alter Bekannter der Düsseldorfer Basketball-Szene im Kader wieder: Marin Petric spielte von 2002 bis 2006 für Zweitligist ART Magics, kehrte im Sommer zurück nach Düsseldorf und sucht nun mit Frau Marija und Sohn Marko (2 Jahre) eine Wohnung. Vor dem zweiten Saisonspiel am Sonntag in Frankfurt (17 Uhr) fragte die WZ nach.

Petric: Es ist wirklich schön, ich kenne alle Wege noch. Immerhin war ich ja vier Jahre hier. Wir hatten immer das Ziel, in die erste Liga aufzusteigen, jetzt ist mir das irgendwie ja gelungen.

Petric: Wir hatten eine gute Mannschaft, mit Sasa Zivanovic, Philipp Pütz und Cüneyt Üngör hatte ich schon in der Jugend von Leverkusen vorher gespielt. Damals kam ich über Sasa nach Düsseldorf, Cüneyt ist mittlerweile mein Agent. Wir hatten schöne Jahre, waren immer oben mit dabei. Es war mehr oder weniger eine erfolgreiche Zeit, sonst wäre ich auch nicht so lange geblieben.

Petric: Das stimmt, aber ich bin auch als zweiter Assistenz-Trainer gemeldet. Eigentlich wollte ich mit dem Reinschnuppern ins Trainergeschäft noch etwas warten, aber das hatte sich jetzt angeboten. Diese Chance will ich nutzen, aber auch fleißig mittrainieren, um mich für Erstliga-Einsätze zu empfehlen. Sicherlich muss ich mich noch an die Intensität und an die Liga gewöhnen.

Petric: Ich versuche den Mitspielern zu helfen, wo es geht, sehe mich auch als Bindeglied zwischen Trainer und Mannschaft. Im Moment ist es aber noch ein Prozess, mal sehen was ich machen will, soll und kann.

Petric: Das größte Problem war die Abstimmung, das Zusammenspiel untereinander. Es war schon zu erahnen, dass nicht alles auf Anhieb klappt, da sich die Mannschaft erst finden muss. Das wird auch sicher noch ein bis zwei Wochen dauern. Die individuelle Klasse ist da, aber am Ende wird unsere Teamleistung entscheidend sein.

Petric: Viele sagen, dass es der Klassenerhalt sein sollte. Aber wenn man versucht, jedes Spiel zu gewinnen und es jeweils für sich betrachtet, dann kann auch mehr dabei rauskommen. Wir werden uns sicher über die Saison gut entwickeln, wir haben schließlich einen erfahrenen und exzellenten Trainer.

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