Quadriennale droht das Aus

Festival könnte letztmalig 2014 stattfinden.

Düsseldorf. Alle vier Jahr werden fünf Millionen Euro in ein Festival der Kunst, die Quadriennale, gesteckt, das zunehmend in der Kritik steht. Für die Veranstaltung im nächsten Jahr wurde eigens ein Programmdirektor eingekauft, welcher der Geschäftsstelle der Quadriennale GmbH die Kreativität liefern soll, für die es ihr selbst offenbar an Gespür mangelt. Wie die WZ erfuhr, behandelt der Kulturausschuss in seiner Sitzung am Dienstag eine Beschlussvorlage, die das bisherige Gesamtkonzept der Quadriennale in Frage stellt. Spätestens zu den Haushaltsberatungen im Herbst soll eine Entscheidung vorliegen.

Der Plan ist offenbar, das Fest der bildenden Kunst nicht gänzlich sterben zu lassen, sondern ihm ein neues Gerüst zu verordnen — mit neuem Namen und neuen Machern. Auf die Beine stellen sollen dieses erneuerte Event dann die Leiter der Düsseldorfer Kulturinstitute selbst. Ein Beat Wismer, Leiter des Museums Kunstpalast, heißt es im Rathaus, könnte mit den Kollegen anderer Kulturinstitute sicher mehr erreichen als hochbezahlte Quadriennale-Mitarbeiter.

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