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Düsseldorf: Parzival (to go) in Katholischer Kirche

Kultur Kompakt : Parzival (to go) in Katholischer Kirche

Regisseur Robert Lehniger hat schon „Faust“ und „Nathan“ to go inszeniert.

Der „Parzival“ des Dichters Wolfram von Eschenbach ist eines der wirkungsvollsten Epen des 12. Jahrhunderts und hat zahlreiche Nachdichtungen inspiriert. Auch Tankred Dorst, der zu den prägenden Stimmen der zeitgenössischen deutschen Dramatik zählt, hat seinen „Parzival“ auf Grundlage der mittelalterlichen Vorlage verfasst. Parzival wächst in völliger Abgeschiedenheit auf. Bei der ersten Begegnung mit zwei Rittern ist es um ihn geschehen. Er will einer von ihnen werden und macht sich auf an den Hof von König Artus. Auf seinem Weg begegnet Parzival alles zum ersten Mal: Er weiß nicht, was Leben und Tod ist, was die Liebe und was „der Andere“. Parzival – der Name bedeutet übersetzt „mittendurch“! – bricht ungebremst über die Welt herein. Die Regeln der menschlichen Gesellschaft sind ihm fremd, überall hinterlässt er verbrannte Erde, zugleich ist er der Hoffnungsträger, der zum Gralskönig bestimmt ist. Auf seiner Suche wird er von Merlin, dem Zauberer, begleitet, der dafür sorgt, dass Parzival lernt: dass es unmöglich ist, schuldlos zu leben. Und dass nur derjenige Erlösung findet, der fähig ist, Mitleid zu zeigen.
Der Regisseur Robert Lehniger hat sich mit einem eigenen Format einen Namen gemacht: Die Inszenierungen „Faust (to go)“ und „Nathan (to go)“ waren in der ganzen Stadt unterwegs und brachten so die Magie des Theaters in Kirchen, Stadtteilzentren und Parlamente. Aufgrund der großen Beliebtheit führt das Schauspielhaus  das Format fort.

Am Freitag, 28. Februar, ist „Parzival (to go)“ von 19 bis 20.45 Uhr zu Gast im Barbarasaal der Katholischen Kirche Derendorf-Pempelfort. Karten gibt es unter

kirchedp.de

Sie verfügen über einen größeren Raum (ab ca. 100 Zuschauer) und möchten „Parzival (to go)“ zu sich einladen? Das Schauspielhaus informiert und klärt, ob die technischen Voraussetzungen herstellbar sind. Bei Interesse: eine E-Mail an das Künstlerische Betriebsbüro senden unter: kbb@dhaus.de.