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Zehntausende Jecken feiern den Sessionsauftakt

Zehntausende Jecken feiern den Sessionsauftakt

Heumarkt und Alter Markt müssen bereits am Vormittag gesperrt werden. Polizei muss immer wieder eingreifen.

Köln. Trotz des trüben Wetters machten sich am Samstag mehrere tausend Jecken schon früh auf den Weg zum Heumarkt, um dort um 11.11 Uhr den Beginn der fünften Jahreszeit zu feiern. Heumarkt und Alter Markt mussten wegen ausgelasteter Platzflächen bereits am frühen Vormittag gesperrt werden, gegen 11 Uhr war auch der Alter Markt voll ausgelastet, gegen 15.30 Uhr das Zülpicher Viertel.

Das Konzept „Mehr Spaß ohne Glas“ wurde laut Ordnungsdienst wieder gut angenommen, die Jecken konnten in der Altstadt und im Zülpicher Viertel einmal mehr auf fast scherbenfreien Straßen, Wegen und Plätzen feiern. Bei der Kontrolle an den Zugängen zu den betroffenen Zonen wurde die Stadt von über 466 Einsatzkräften von privaten Bewachungsunternehmen unterstützt, die die Feiernden auf das Glasverbot hinwiesen.

Wie im Vorjahr haben sich alle an die Spielregeln gehalten, auf die Abgabe von Glasbehältnissen verzichtet und stattdessen Alternativen angeboten. Der Ordnungsdienst führte weitere Kontrollen durch: Insgesamt wurden 71 (Vorjahr: 187) Jugendschutzkontrollen durchgeführt. In 35 Fällen (Vorjahr: 43) musste eingeschritten werden, weil Minderjährige Wein, Bier oder Spirituosen tranken. Vorgehen musste der Ordnungsdienst auch gegen das Urinieren in der Öffentlichkeit. Insgesamt 109 Männer (2016: 134) und zehn Frauen (2016: 13) wurden bis 15 Uhr beim Wildpinkel erwischt.

Gegen 13.45 Uhr wurden zwei junge Frauen (beide 23) in der Straße Am Domhof von einem Bierkrug am Kopf getroffen. Sie wurden dadurch so schwer verletzt, dass sie in einem Krankenhaus behandelt werden mussten. Nach ersten Ermittlungen hatte ein Unbekannter den Krug von einer Brüstung in die Menschenmenge geworfen. Noch bevor Einsatzkräfte zugreifen konnten, war der Täter im Gedränge untergetaucht. Die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung dauern an.

Mit zunehmendem Alkoholkonsum hatte auch die Polizei immer mehr zu tun. Immer wieder musste sie eingreifen, um Streitigkeiten zu schlichten, Pöbeleien zu unterbinden und Einzelpersonen zu ermahnen. In einigen Fällen reichten Platzverweise nicht mehr aus. Polizisten nahmen die zumeist alkoholisierten Störer in Gewahrsam. Gegen 15 Uhr sperrten Ordnungsamt und Polizei den Bereich der Zülpicher Straße für weiter zuströmende Karnevalisten ab. Nachdem sich die Situation entspannt hatte, wurden die Sperren aufgehoben.

Ab 19 Uhr verließen viele Jecken die Altstadt. Gleichzeitig besuchten immer mehr Feiernde das Zülpicher Viertel und die Ringe.