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Genuss: „Geteilte Freuden“ gegenüber des Kölner Doms

Genuss : „Geteilte Freuden“ gegenüber des Kölner Doms

Sternekoch Mirko Gaul hat von seiner Reise neue Ideen für die Karte seines Restaurants Taku mitgebracht.

„Essen bedeutet für mich immer Freude, da ich sehr gerne esse. Und da ich kein Freund davon bin, alleine zu essen und geteiltes Essen deutlich mehr Freude bereitet, lag der Name für mich sehr nahe“, berichtet Sternekoch Mirko Gaul, wie seine neueste Ideen für die Speisekarte seines Restaurants Taku im Excelsior Hotel Ernst entstanden ist.

Wie so oft war es eine Urlaubsreise, die Gaul für neue Ideen inspiriert hat, die nun die bisherige Speisekarte ergänzen werden. „Die Idee für so ein Angebot gab es bei mir schon sehr lange, ich wusste nur noch nicht, wie ich das Ganze konkret umsetzen kann“, erinnert sich der Topkoch, der seit zehn Jahren für das Taku in der Küche steht.

Viele kleine Gerichte kommen
auf den Tisch und werden geteilt

Die Idee sind viele kleine Gerichte, die auf den Tisch kommen und die man zu zweit oder in einer größeren Gruppe teilen kann. „Soche Food-Sharing-Konzepte sind aus meiner Sicht auch perfekt für Menschen geeignet, die sich noch nicht so gut kennen, zum Beispiel bei einem Date“, sagt Gaul, der mit seinem neuen Angebot auch Gäste in sein Sternerestaurant einladen möchte, die bislang das edle Ambiente noch eher gescheut hatten.

„Die junge Generation heute ist kostenorientiert. Da gibt es oft noch eine gewisse Hemmschwelle zu Restaurants wie dem Taku. Die neuen Gerichte liegen alle zwischen neun und 18 Euro und man kann sie gemeinsam in beliebiger Kombination durchprobieren. Und wenn etwas besonders gut geschmeckt hat, kann man es einfach nochmal bestellen. Außerdem ist so ein Essen sehr kommunikativ. Man kann sich austauschen und lernt sich dabei einfacher kennen, als dies vielleicht bei einem klassischen Dinner der Fall wäre. Und wer sein Essen nicht teilt, der teilt auch sonst nichts – da sieht man direkt, ob sich das Date lohnt. Meine Frau hat damals übrigens geteilt“, erinnert sich Gaul.

Aufgeteilt sind die neuen Gerichte nicht klassisch nach Vorspeise oder Hauptgang, es gibt sie in den vier Kategorien kalt, flüssig, warm und süß. Kalt sind zum Beispiel die Austern mit Mango, Gurke und Chilli oder das Rindertatar mit Miso, Wiesenkräutern und Buttermilch. Flüssig ist Tom Yum Gung mit Rotschwanz-Garnelen, Tomaten, Champignons und Limette oder Miso Ramen mit Ramen-Nudeln, Nori-Alge, Ei und jungem Lauch.

Warm ist die Lachsforelle aus dem Lambachtal mit Muscheln und einer Thai-Ministrone, der gebratene Oktopus mit Tandoori und Gurke, das gebratene Flank-Steak mit Tomaten Yam Nuah oder Tonkatsu vom iberischen Schwein mit Senf-Daikon. Süß ist die geschmorte Ananas mit Kokos-Klebreis und Pan-Dan oder der sehr dünn geschnittene Hokkaido-Kürbis mit Kaffeecreme und Pistazie.

„Die Karte ist je nach Saison und neuen Ideen immer wandelbar und wird sich stetig verändern. Ich werde hier sehr von meinem Kochteam unterstützt, das sich bei den neuen Gerichten so richtig kreativ austoben konnte. Dazu gehören außer mir noch sechs weitere Köche mit tollen Ideen“, kommt Gaul ins Schwärmen. Seine Kriterien beschreibt er so: „Ich möchte die Gerichte klar halten, also auf das Hauptprodukt fokussiert und kein unnötiges Chichi darum herum. Es dürfen auch nie mehr als fünf Komponenten auf dem Teller sein. Außerdem sind die Portionsgrößen bei den geteilten Freuden immer gleich groß – egal ob kalt, flüssig, warm oder süß.“

Service: Taku, Excelsior Hotel Ernst, Trankgasse 1-5, geöffnet Dienstag bis Samstag von 18.30 bis 21.30 Uhr (letzte Bestellannahme).