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Konzert: „Ein Abend im Musical Dome als Reise durch mein Leben“

Konzert : „Ein Abend im Musical Dome als Reise durch mein Leben“

Nach zwei Jahren Pause im blauen Zelt eröffnet der erste DSDS-Gewinner Alexander Klaws am kommenden Samstag, 4. September, um 19.30 Uhr mit seiner Show „Pop meets Movie & Musical Hits“ die neue Spielzeit im Kölner Musical Dome an der Goldgasse.

Wir haben vorab mit dem Schauspieler, Musiker und Musicaldarsteller gesprochen.

Wie erleben Sie gerade die Situation?

Alexander Klaws: Mit gemischten Gefühlen. Es ist großartig, dass wir jetzt endlich dank der 2G oder 3G Regel wieder loslegen dürfen. Ich bin inzwischen doppelt geimpft, genauso wie mein gesamtes Umfeld. Man sieht jetzt endlich wieder Licht am Ende eines sehr langen Tunnels. Natürlich ist angesichts der aktuellen Zahlen auch noch etwas Vorsicht geboten, dass nicht alles wieder gestoppt werden muss. Aktuell können wir aber auf einen ausverkauften Musical Dome hoffen. Es ist jetzt wichtig, das Vertrauen des Publikums wieder zurückzugewinnen, das bei uns einen sorglosen Abend verbringen kann. Endlich kann man wieder für die Zukunft planen. Das war anderthalb Jahre lang nicht möglich. Da musste man mit ständigen Absagen und Verschiebungen leben. Jetzt ist klar, dass der Auftakt im Musical Dome stattfinden wird. Das ist für mich ein großer Schritt in Richtung Zukunft.

Wie wichtig sind dabei die 2G bzw. 3G-Regelungen?

Klaws: Diese Regelungen sind sehr wichtig und ich finde sie auch gut. Sie hätten nur schon etwas früher kommen müssen und nicht jetzt erst ein paar Wochen vor der Wahl. Wir müssen lernen, mit dem Virus zu leben. Das geht nicht plötzlich weg, es wird uns erhalten bleiben. Nur mit der konsequenten Umsetzung der Regeln sind wieder Veranstaltungen im Kulturbereich möglich. Das gibt einer Branche, die extrem unter Corona gelitten hat, wieder Hoffnung. Und sie bringt den Menschen wieder ein Stück Normalität in ihren Alltag zurück. Man kann die Leute nicht mit neuen Restriktionen bestrafen, wenn sie bereit sind, sich impfen oder testen zu lassen. Die Menschen sehnen sich danach, für einen Abend in eine andere, sorglose Welt entführt zu werden.

Wie konnten Sie die anderthalb Jahre ohne Auftritte und Touren nutzen?

Klaws: Ich bin im Februar 2020 zum zweiten Mal Papa geworden und konnte die Vaterzeit mit meinem Sohn so richtig genießen. Normalerweise wäre ich auf Tour gewesen, jetzt war ich zu Hause bei der Familie. Außerdem hatte ich Zeit, um mit der Arbeit an meinem siebten Album zu beginnen, das im kommenden Jahr veröffentlicht wird. Es ist schön, Songs, die während der Pandemie entstanden sind, dann wieder live zu spielen. Es gab darin sehr viel zu verarbeiten, denn in den letzten sieben Jahren seit dem Vorgängeralbum ist sehr viel passiert.

Was erwartet die Fans bei der Show „Pop meets Movie & Musical Hits“ am 4. September im Musical Dome?

Klaws: Das wird ein sehr bunter und grandioser Abend – eine Reise durch mein Leben als Schauspieler, Musiker und Musicaldarsteller. Das ist der rote Faden zusammen mit meiner großartigen Liveband. Es gibt meine größten Hits genauso wie Songs aus den Rollen, die ich im Musical gespielt habe. Dazu kommen Lieblingssongs wie aus „Der König der Löwen“ in einen Disney-Block sowie Filmmusik. Dazwischen erzähle ich kleine Anekdoten, von dem was hinter der Kamera oder Backstage passiert ist. Da sollte für jeden etwas dabei sein.

Wie schwer ist Ihnen die Auswahl gefallen?

Klaws: Die Auswahl fällt mir immer schwerer, da das Repertoire stetig gewachsen ist. Aber wenn man nach zwei Jahren Pause den Musical Dome wieder eröffnen darf, muss dem Publikum etwas ganz Besonderes geboten werden. Wir haben das Programm für jede Stadt speziell zugeschnitten.

Welche Beziehung haben Sie zum Musical Dome?

Klaws: Ich bin da selbst noch nie aufgetreten. Aber ich war als Gast bei der Premiere von „We will rock you“ und habe Brian May live auf der Bühne erlebt. Jetzt selbst dort auf der Bühne zu stehen, werde ich in vollen Zügen genießen. Köln ist für mich auch ein besonderer Ort, dort hat vor fast 20 Jahren bei DSDS alles begonnen. Die Stadt ist wie mein Wohnzimmer, weil ich dort schon so viel erlebt habe. Jetzt wird es Zeit, dort im Musical Dome selbst ein mal aufzutreten.

Welche Beziehung haben Sie heute zu DSDS?

Klaws: Ich war der erste Gewinner, das war der Startschuss meiner Karriere. Deshalb werde ich diese erste Staffel immer im Herzen behalten. Dort zu gewinnen, war durchaus ein Kompliment. Zu den nachfolgenden Staffeln habe ich keinen wirklichen Bezug. Ich war 2020 noch einmal als Moderator der Show am Start – aber dann kam Corona und hat alle Pläne zunichtegemacht. Den singenden Showmaster mit einer großen Liveband und vielen Tänzern konnte es so nicht mehr geben und auch das Publikum im Studio hat gefehlt.

Wie wichtig ist Musik in der Krise?

Klaws: Musik ist wichtiger denn je. Wer heute Nachrichten schaut, erlebt nur noch negative Ereignisse wie die Flut, Corona oder das, was gerade in Kabul geschieht. Da gerät man sehr schnell in eine Negativspirale. Musik hat heilende Kräfte. Es ist die schönste Sprache der Welt, die Menschen wieder in die Normalität zurückholt und die sie von besseren Zeiten träumen lässt. Daher ist die Kultur- und Musikwelt auch durchaus systemrelevant. Die Leute haben das in den vergangenen anderthalb Jahren schmerzlich vermisst. Fernsehen oder Livestreams können ein echtes Liveerlebnis niemals ersetzen. Es ist jetzt Zeit für etwas Schönes in der Welt und nicht nur für Horrorgeschichten.

Sie sollten in Bad Segeberg den Winnetou spielen. Daraus ist vorerst nichts geworden. Wie sehen die Pläne für 2022 aus?

Klaws: Ich bleibe nach den Absagen im vergangenen und im laufenden Jahr der Winnetou in Bad Segeberg und werde an der Seite von Sascha Hehn als Ölprinz auf der Bühne stehen. Für mich war Winnetou ein Jugendheld und ihn an der Stelle zu spielen, wo einst Pierre Brice als Winnetou in die Arena geritten ist, macht mich stolz. Ich gehe mit großer Ehrfurcht an die Rolle heran. Es ist etwas Besonderes, dass mein Vater als großer Karl-May-Fan mich in dieser Rolle erleben kann.

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