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Preußen Münster zeigt dem WSV die aktuellen Grenzen auf

Fußball-Regionalliga : Das Team der Stunde ist eine Nummer zu groß für den Wuppertaler SV

Mit 0:2 (0:1) unterlag der Wuppertaler SV bei Preußen Münster, dem Team der Stunde in der Regionalliga West. Es war eine Partie, in der die Wuppertaler nicht enttäuschten, aber in der dem Team phasenweise auch die aktuellen Grenzen aufgezeigt wurden.

Kevin Pytlik wird dem WSV am Samstag in Straelen wegen einer Gelb-Roten Karte fehlen. Auch hinter dem Einsatz von Christopher Schorch, der humpelnd vom Platz musste, steht ein dickes Fragezeichen.

Der Wuppertaler SV begann in Münster konzentrierter als beim 2:0-Heimsieg gegen den SV Bergisch Gladbach, ließ aber in der ersten Viertelstunde wieder zu viele gute Torchancen für den Gegner zu. Pech hatte der WSV allerdings beim ersten Gegentreffer. Moritz Römling wurde aus kurzer Distanz von Marcel Hoffmeier angeschossen. Schiedsrichter Timo Ganslowei pfiff sofort und gab den Handelfmeter trotz aller Wuppertaler Proteste. Fast hätte WSV-Torhüter Sebastian Patzler den Rückstand verhindern können, aber der Schuss von Gerrit Wegkamp flach unten ins Eck war zu platziert.

Vor allem über die rechte Abwehrseite blieb der WSV verwundbar. Alexander Langlitz wurde per Flanke von links bedient, scheiterte aber an Torhüter Patzler, der das kurze Eck zumachte. Auf der Gegenseite wirkte der WSV im Abschluss zu harmlos. Es blieb bei Schussversuchen von Marco Königs und Jonas Erwig-Drüppel. Einen nennenswerten Schuss gab allein Saric ab, der aber die sichere Beute von Schulze-Nuehus wurde. Dem WSV mangelte es in einem intensiv geführten Spiel keinesfalls an der nötigen kämpferischen Einstellung, aber nach vorne an der Durchschlagskraft.

In der Pause stellte WSV-Trainer Björn Mehnert wie schon gegen Bergisch Gladbach von einer Dreier- auf eine Viererkette um, Pytlik rückte auf die Position des Rechtsverteidigers, wo er sich mit einem Foul einführte, die ihm die gelbe Karte bescherte. Außerdem kam mit Kevin Hagemann für Tjorben Uphoff ein zusätzlicher Offensivspieler in die Partie.

Wenig später musste Mehnert allerdings erneut umbauen. Der angeschlagene Christopher Schorch wurde durch Daniel Nesseler ersetzt. Mit einem schnell ausgeführten Einwurf auf Joshua Holtby, der per Kopf auf Langlitz weiterleitete, nutzten die Preußen die Orientierungsphase der WSV-Abwehr zum 2:0. Langlitz hatte freie Bahn und ließ Patzler keine Chance. Auch das ein Beweis dafür, dass Preußen Münster ein Gegner von einem anderen Kaliber als Bergisch Gladbach ist.

Gelb-Rot für Pytlik sorgt
für die frühe Entscheidung

Es kam aber noch dicker für den WSV. Kevin Pytlik leistete sich weit abseits des eigenen Strafraums ein rüdes Foul (63.) und wurde von Ganslowei mit der Ampelkarte in die Kabine geschickt. Es war die Vorentscheidung in dieser Partie, denn der WSV hielt zwar in Unterzahl mit großem Einsatz dagegen, aber Torgefahr ging vom WSV weiterhin nicht aus. Auffälligster WSV-Akteur im Spiel nach vorne war wieder einmal Semir Saric, aber je näher der WSV dem Strafraum kam, umso mehr häuften sich die Ballverluste.

Insgesamt setzte sich das stärkere Team verdient durch. Der WSV blieb aber auch in Unterzahl stabil und ist personell inzwischen so breit aufgestellt, dass die aktuellen Ausfälle in der Defensivabteilung zu verkraften sein müssten. Zumal man am kommenden Samstag beim SV Straelen zwar auf einen starken Aufsteiger, aber nicht  auf das Team der Stunde trifft.